Einigung erzielt
Stahlarbeiter erhalten 3,3 % mehr Lohn

Die Metaller sind nur knapp an einem Streik vorbeigerutscht. Jetzt gibt es neben einer Lohnerhöhung auch ein Altersteilzeitmodell.

vwd/afp DÜSSELDORF. Bei den Tarifverhandlungen für die rund 85 000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen ist in der Nacht zum Dienstag eine Einigung erzielt worden. Wie die IG Metall mitteilte, sollen sich die Löhne und Gehälter ab dem 1. August um 3,3 % für 14 Monate erhöhen. Für die Monate Juni und Juli erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 1 000 DM. Ab 1. Oktober 2001 bekommen Arbeiter und Angestellte dann nochmals 2,2 % für eine Laufzeit von acht Monaten. Beschäftigte ab dem 55. Lebensjahr haben ein Recht auf ein bis zu sechsjähriges Altersteilzeitmodell.

Die Beschäftigten erhalten während der gesamten Altersteilzeit 85 % ihres bisherigen monatlichen Nettolohns. Der Verhandlungsführer der IG Metall, Harald Schartau, wertete das Verhandlungsergebnis als tragfähigen Kompromiss nach schwierigsten Verhandlungen. Die Tarifverhandlungen waren nach der dritten Runde am Freitag abgebrochen worden. Für Mittwoch hatte die IG Metall zu massiven Warnstreiks in allen Stahlstandorten aufgerufen. Überraschend hatten sich beide Tarifparteien am Montag zu einer weiteren Verhandlungsrunde verabredet.



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