Einigung erzielt
Südkoreas Eisenbahner wollen Streik beenden

Die Eisenbahner-Gewerkschaft in Südkorea will nach Angaben des Gewerkschaftsbundes FKTU ihren Ausstand nach zwei Tagen beenden. Ein Sprecher des Handelsministeriums in Seoul sagte jedoch, die Verhandlungen dauerten an, auch sei der Ausstand noch nicht zu Ende.

Reuters SEOUL.Ein Sprecher des Südkoreanischen Gewerkschaftsbundes FKTU teilte mit, es sei von den Eisenbahnern entschieden worden, den Streik zu beenden und zur Arbeit zurück zu kehren, auch um damit die Belastungen im Reiseverkehr aufzuheben.

Der Fernsehsender KBS berichtete, ein Sprecher der FKTU werde noch am Mittwoch Einzelheiten der bisher getätigten Vereinbarungen bekannt geben. Es gebe bereits eine Einigung über die Reduzierung der täglichen Arbeitszeit für die Eisenbahner.

Die Gewerkschaften, die die Arbeiter und Angestellten der staatlichen Eisenbahn, der Energieversorgungsunternehmen und der Autofirmen vertreten, hatten ihren landesweiten Streik am Montag begonnen, um damit gegen die Pläne der Regierung zu Privatisierung bislang staatlicher Unternehmen zu protestieren und für eine Arbeitszeitverkürzung zu kämpfen. Offiziell gilt in Südkorea die 44-Stunden-Woche, doch wird diese in vielen Betrieben ignoriert. Bei der Eisenbahn werde oft bis zu 73 Stunden in der Woche gearbeitet, berichten örtliche Medien. Die durchschnittliche Überstundenleistung liege bei 20,4 Stunden pro Arbeiter und Woche.

Die Regierung in Seoul hatte die Streiks in den staatlichen Unternehmen als illegal bezeichnet und den Anführern der Streiks mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.

Unklar war zunächst, ob auch die Arbeiter der großen Automobilwerke wie Hyundai ihre vierstündige Arbeitsniederlegung vom Dienstag wiederholen würden. Die Verhandlungen im Konflikt zwischen Unternehmensleitung und Gewerkschaften bei den Kraftwerken und Energieversorgungsunternehmen dauerten am Mittwoch weiter an.

An der Seouler Börse zeigten die Streiks bisher keine negativen Auswirkungen.

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