Einigung in letzter Minute
Kein Streik bei Daimler-Chrysler in Kanada

In den kanadischen Werken der Daimler-Chrysler-US-Tochter Chrysler wird es nach Angaben der Gewerkschaft keinen Streik geben.

Reuters TORONTO. Beide Seiten hätten sich auf den Rahmen für ein vorläufiges Übereinkommen geeinigt, sagte der Vorsitzende der kanadischen Automobilarbeiter-Gewerkschaft CAW, Buzz Hargrove, Dienstagnacht kurz vor Ablauf eines Ultimatums. Die Gewerkschaft hatte mit dem Ausstand von rund 11 000 Beschäftigten gedroht und im Streit um Lohnerhöhung und Arbeitsplatzgarantien ein Ultimatum für eine Einigung bis Dienstag um Mitternacht gestellt.

Hargrove sagte, es müssten noch immer einige Details besprochen werden, die Beschäftigten würden aber nicht in den Streik treten. Die Arbeitgeberseite habe eine Einigung akzeptiert, die dem Abschluss mit den Autoherstellern General Motors of Canada und Ford Motor Co. of Canada ähnlich sei. Die Beschäftigten dieser Unternehmen erhielten unter anderem drei Prozent mehr Lohn in den beiden ersten Jahren und eine Lohnerhöhung von zwei Prozent im dritten Jahr der Laufzeit.

Ein weiterer Streitpunkt bei den Verhandlungen mit Chrysler waren von der Gewerkschaft geforderte Garantien dafür, dass 1100 Arbeiter in einer vor der Schließung stehenden Fabrik in Windsor in der Provinz Ontario ihre Arbeitsplätze behalten können. Außerdem sollen für 1500 bereits im vergangenen Jahr entlassene Arbeiter im nahe gelegenen Brampton neue Stellen geschaffen oder Abfindungen gezahlt werden. Die Produktion in Windsor soll im Juli 2003 auslaufen. Die Schließung des Werkes ist Teil des Sparprogrammes von Chrysler, in dessen Rahmen insgesamt 26 000 Stellen abgebaut werden sollen.

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