Einigung mit den Banken - Beteiligung wird abgeschrieben
EM.TV gibt im Formel 1-Streit auf

Die Münchener Medienfirma EM.TV hat sich im Streit um ein Pfandrecht auf ihre Anteile an der Rennsportserie Formel 1 mit der Bayerischen Landesbank geeinigt, muss den Buchwert der Beteiligung aber vollständig abschreiben.

Reuters MÜNCHEN. "EM.TV kann dies bilanziell verkraften", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der 16,7-prozentige Anteil an der Formel 1 steht noch mit 204 Millionen Euro in den Büchern der Rechtehandelsgesellschaft. Um diesen Betrag wird sich das Eigenkapital reduzieren, das EM.TV per 30. September 2002 mit 485,3 Millionen Euro bezifferte.

Die Einigung mit der BayernLB folgt einer mehrwöchigen Auseinandersetzung zwischen EM.TV und den so genannten Formel-1-Banken, zu denen auch Lehman Brothers und JP Morgan gehören. Die Banken beanspruchten den 16,7-prozentigen Anteil, weil der frühere EM.TV-Geschäftspartner Leo Kirch diese Beteiligung zusammen mit seinem eigenen Formel-1-Anteil von 58,3 Prozent für einen Milliarden-Kredit an sie verpfändet hatte - mit dem Wissen des damaligen EM.TV-Chefs Thomas Haffa. Sein Nachfolger Werner Klatten bestritt jedoch die Rechtsgültigkeit des Pfandrechts und klagte vor dem zuständigen Gericht auf der Kanalinsel Jersey.

Der Vereinbarung zufolge verkauft EM.TV den Anteil für 8,5 Millionen Euro an eine Tochter der BayernLB und tritt damit auch alle Ansprüche an diese Gesellschaft ab. Außerdem wird EM.TV an den Mehrerlösen beteiligt, wenn die Bank den Anteil weiterverkauft. Die beiden US-Banken haben dieser Vereinbarung noch nicht zugestimmt. Der Verkauf muss außerdem von den Kartellbehörden genehmigt werden.

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