Einigung mit der Börsenaufsicht SEC
Citigroup erwartet Milliarden-Sonderbelastung

Der größte US-Finanzkonzern Citigroup hat für das vierte Quartal Sonderbelastungen über 1,5 Milliarden Dollar angekündigt. Sie würden den Gewinn je Aktie um 29 Cent belasten, teilte Citigroup am Montag mit.

Reuters NEW YORK. Die Sonderbelastungen entstünden unter anderem durch die zuletzt vereinbarte Vergleichszahlung zur Beilegung des Vorwurfs irreführender Analystenempfehlungen und durch gestiegene Kreditausfälle, vor allem in Argentinien. Ferner decke die genannte Summe Kosten in Verbindung mit behördlichen Untersuchungen der Beziehungen zum bankrotten Energiehandelsunternehmen Enron sowie damit zusammenhängenden Zivilprozessen ab.

Zuletzt hatten sich die führenden US-Investmentbanken mit der heimischen Börsenaufsicht SEC auf die Zahlung von insgesamt 1,4 Milliarden Dollar geeinigt, um den Vorwurf beizulegen, die Institute hätten zum Nachteil der Anleger irreführende Analystenempfehlungen abgegeben, um sich Bankgeschäfte zu sichern. Auf Citigroup, der die Investmentbank Salomon Smith Barney gehört, entfiel mit 400 Millionen Dollar die höchste Teilsumme.

Die Entscheidung von Citigroup, die Sonderbelastungen zu bereinigen, wurde von Analysten begrüßt. Andrew Collins von der U.S. Bancorp Piper Jaffray sagte: "Sie räumen den Schreibtisch auf." Citigroup wies allerdings darauf hin, dass sie im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Enron weitere Zivilprozesse und damit weitere Sonderbelastungen nicht ausschließen könne.

Ungeachtet der angekündigten Sonderbelastungen erwartet die Bank nach eigenen Angaben 2002 einen Rekordgewinn, nach einem Reingewinn von 14,1 Milliarden Dollar 2001. Auch über die Gewinnentwicklung 2003 sei das Unternehmen optimistisch, hieß es weiter. Der Kurs der Citigroup-Aktie fiel am Montag an der Wall Street um 0,94 Prozent auf 37,80 Dollar. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag um 0,11 Prozent im Plus bei 8519 Punkten.

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