Einigung mit Netzbetreiber UPC
Deutsche Bank gibt Teil des TV-Kabels ab

Die Deutsche Bank und der amerikanisch-niederländische Kabelnetzbetreiber UPC haben ihre juristische Auseinandersetzung beigelegt.

BERLIN. Die Deutsche Bank und der amerikanisch-niederländische Kabelnetzbetreiber UPC haben ihre juristische Auseinandersetzung beigelegt. Demnach darf UPC Teile des deutschen Kabelnetzbetreibers Telecolumbus von DB-Investor, der Tochter der Deutschen Bank, übernehmen. Gleichzeitig zieht UPC eine Klage gegen die Deutsche Bank in London zurück. Mit der Klage hatte das Unternehmen den Verkauf von Telecolumbus an DB-Investor durch die damalige Veba AG vor anderthalb Jahren anfechten wollen.

In dem Londoner Prozess hatte UPC der Bank vorgeworfen, ihr Insiderwissen über UPC beim Kauf von Telecolumbus gegen UPC ausgenutzt zu haben. Die Einigung soll am Mittwoch bekannt gegeben werden.

Nach dem Vertrag wird UPC Telecolumbus nicht ganz kaufen, sondern nur die Teile, die das eigene deutsche Fernsehkabelgeschäft abrunden. 600 000 der zwei Millionen Telecolumbus-Kunden in Rheinland-Pfalz, Berlin und Ostdeutschland werden auf UPC übergehen. Im Umfeld von UPC war Telecolumbus als Ganzes früher mit etwa 3 Mrd. DM bewertet worden. Demnach dürfte der Kaufpreis jetzt bei 1 Mrd. DM liegen.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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