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Einigung oder Absturz - Neue Verhandlungsrunde bei Alitalia

Das Tauziehen um die Zukunft der krisengeschüttelten italienischen Fluggesellschaft Alitalia geht in die entscheidende Runde: Die Konzernführung unter Präsident Giancarlo Cimoli hoffte am Montag, im Rahmen der Vorstellung des Sanierungsplans mit den Gewerkschaften zu einer Einigung zu kommen. Im Mittelpunkt der festgefahrenen Verhandlungen stehen die Stellenkürzungen bei der Gesellschaft, die derzeit rund 22 000 Menschen beschäftigt. Es wird damit gerechnet, dass bis zu 7 000 Arbeitsplätze wegfallen müssen, um die Alitalia vor dem Absturz zu bewahren. Jedoch drohten die Gewerkschaften erneut damit, den gesamten Flugverkehr durch Streiks lahm zu legen, falls die Unternehmensspitze nicht einlenkt.

dpa-afx ROM. Das Tauziehen um die Zukunft der krisengeschüttelten italienischen Fluggesellschaft Alitalia geht in die entscheidende Runde: Die Konzernführung unter Präsident Giancarlo Cimoli hoffte am Montag, im Rahmen der Vorstellung des Sanierungsplans mit den Gewerkschaften zu einer Einigung zu kommen. Im Mittelpunkt der festgefahrenen Verhandlungen stehen die Stellenkürzungen bei der Gesellschaft, die derzeit rund 22 000 Menschen beschäftigt. Es wird damit gerechnet, dass bis zu 7 000 Arbeitsplätze wegfallen müssen, um die Alitalia vor dem Absturz zu bewahren. Jedoch drohten die Gewerkschaften erneut damit, den gesamten Flugverkehr durch Streiks lahm zu legen, falls die Unternehmensspitze nicht einlenkt.

"Entweder es kommt jetzt zu einer Einigung zwischen Konzern und Gewerkschaften - oder das Schicksal der Alitalia ist besiegelt", zitierte die Zeitung "La Repubblica" Arbeitsminister Roberto Maroni. Von Seiten der Regierung hieß es zuletzt bereits, dass ohne ein Einlenken der Gewerkschaften alle 22 000 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz riskieren.

Wirtschaftsminister Domenico Siniscalco drohte, auch den kürzlich von Brüssel genehmigten staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 400 Mill. ? nicht freizugeben, wenn es zu keiner Einigung kommt. Ohne dieses Geld kann die Fluglinie aber die Gehälter eigenen Angaben zufolge nur noch bis Ende September zahlen. Zudem hofft das Unternehmen auf eine Mrd.-Kapitalerh öhung im kommenden März.

Die italienische Regierung hält derzeit noch 62 % an der Fluglinie, will diesen Anteil jedoch demnächst auf unter 50 % senken. 2003 hatte die Gesellschaft einen Fehlbetrag von 519,7 Mill. ? verbucht. Allein im ersten Halbjahr 2004 häufte Alitalia einen Verlust von 330 Mill. ? an. Der Rettungsplan für die Fluggesellschaft sieht bis 2006 ein ausgeglichenes Ergebnis vor.

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