Einigung steht bevor
Im Prager TV-Streit zeigen sich beide Seiten gesprächsbereit

Die seit drei Wochen streikenden Redakteure und die umstrittene Leitung des Senders wollten so schnell wie möglich verhandeln, meldete die Prager Nachrichtenagentur CTK.

dpa PRAG. Im Streit um das öffentlich-rechtliche Fernsehen (CT) in Tschechien haben beide Seiten am Montag Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die seit drei Wochen streikenden Redakteure und die umstrittene Leitung des Senders wollten so schnell wie möglich verhandeln, meldete die Prager Nachrichtenagentur CTK. Vermitteln solle dabei das höchste sozialpolitische Gremium des Landes, die "Dreiergruppe" mit Vertretern der Gewerkschaft und der Regierung,

Das Treffen solle zur Orientierung dienen, sagte der juristische Berater des Streikausschusses, Petr Cunderlik. Die Redakteure fordern besonders den Abgang von Nachrichtenchefin Jana Bobosikova und Finanzdirektor Jindrich Beznoska. Beide waren Ende Dezember von dem mittlerweile zurückgetreten Intendanten Jiri Hodac eingestellt worden. "Statt eine Kapitulation zu fordern, sollten die Streikenden ein Angebot machen", sagte die ebenfalls kritisierte stellvertretende Intendantin Vera Valterova.

Als Zeichen der Einigungsbereitschaft sollten die Redakteure ihren Streik auf die Stufe "Streikbereitschaft" zurückstufen, sagte Valterova. Dies fordert auch der sozialdemokratische Kulturminister Pavel Dostal. Bei einem Treffen versicherte Gewerkschaftsvorsitzender Richard Falbr am Montag den Streikenden die Unterstützung des Verbands.

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