Einigung über Staatshaftung
Industrie legt Rückversicherungspläne auf Eis

Die Pläne für den Aufbau einer eigenen Rückversicherung in der deutschen Industrie sind nach Angaben der BASF vorerst gestoppt worden.

Reuters LUDWIGSHAFEN. Die Pläne seien auf Eis gelegt worden, da momentan eine gewisse Normalisierung und Beruhigung der Versicherungsmärkte festzustellen sei, sagte ein BASF-Sprecher am Montag in Ludwigshafen.

Die Pläne könnten aber wieder neu aufgegriffen werden, falls sich der Markt wieder anders entwickele, sagte der Sprecher. Anfang Februar hatte BASF mitgeteilt, der Chemiekonzern und andere große deutsche Industriefirmen erwägten die Gründung einer eigenen Rückversicherung. Dabei gehe es um eine Rückversicherung, die sämtliche Risiken des Industriegeschäfts und nicht nur mögliche Terrorrisiken abdecke. In den Medien wurde zuletzt darüber spekuliert, BASF sei dabei auf der Suche nach zehn bis zwölf Partnern.

Wie der BASF-Sprecher weiter sagte, ist zudem Bewegung in die Diskussion um die Abdeckung von Terrorschäden gekommen. Der Bund und Vertreter der Versicherungswirtschaft sowie der Industrie hatten sich vor kurzem über die Abdeckung von Terrorschäden geeinigt.

Demnach übernimmt der Bund in den nächsten drei Jahren die Deckung von Terrorschäden mit bis zu zehn Milliarden Euro jährlich. So soll der Bund einspringen, wenn der Schaden drei Milliarden Euro jährlich überschreitet. Bis dahin sorgt die Versicherungswirtschaft für die Deckung der Risiken, so dass Schäden bis maximal 13 Milliarden Euro gedeckt wären. Während der für drei Jahre begrenzten staatlichen Deckungsgarantie soll der Bund marktübliche Prämien erhalten. Nach den Anschlägen in den USA vom 11. September hatten die meisten Versicherungen die Risiko-Übernahme von Terrorschäden ausgeschlossen.

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