Einkaufsmanagerindex
Geschäftstätigkeit in Euro-Zone gewinnt an Fahrt

Der Rückgang der Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe in der Euro-Zone hat sich im Februar einer Umfrage unter Einkaufsmanagern zufolge zum vierten Mal in Folge verlangsamt und deutet damit offenbar auf eine baldige Erholung in der Industrie der Euro-Zone hin.

Reuters LONDON. Auch in Deutschland signalisierte der Anstieg des entsprechenden Reuters-Index für Februar auf den höchsten Stand seit Mai 2001 ein verlangsamtes Tempo beim Rückgang der Geschäftstätigkeit. Beide Indizes weisen aber mit einem Stand unter 50 Punkten weiterhin auf einen Geschäftsrückgang hin.

Der Reuters-Einkaufsmanagerindex (EMI) für die Euro-Zone sei im Februar auf 48,6 von 46,3 Punkten im Januar auf den höchsten Stand seit April 2001 gestiegen, teilte die Forschungsgruppe NTC, die den Index für Reuters ermittelt, am Freitag mit. Damit wies der Index zwar den elften Monat in Folge auf eine schrumpfende Geschäftstätigkeit in der Industrie hin, allerdings verlangsamte sich das Tempo des Rückgangs erneut und näherte sich weiter der 50-Punkte-Marke. Im Oktober hatte der EMI für die Euro-Zone mit 42,9 Punkten noch den tiefsten Stand seit Bestehen der Erhebung markiert. Die Geschäftstätigkeit der Industrie wuchs bereits im Februar in Griechenland, Italien und Irland - dort lag der jeweilige Reuters-EMI über 50 Punkten. Neben Deutschland verzeichneten Frankreich, Spanien, Österreich und die Niederlande erneut einen Rückgang.

Der Anstieg des EMI für die Euro-Zone im Februar ist der Erhebung zufolge vor allem auf die gestiegene Produktion und das Plus bei den Neuaufträgen zurückzuführen. Der Teil-Index Produktion kletterte erstmals seit zehn Monaten wieder über 50 Punkte und signalisierte mit 51,1 Punkten eine steigende Produktion. Auch der Index für Neuaufträge stieg auf 50,1 Punkte - damit verzeichnete die Industrie zum ersten Mal seit knapp einem Jahr wieder ein Plus bei den Neuaufträgen. Trotz des leichten Wachstums in diesen Bereichen ging die Zahl der Beschäftigten weiterhin zurück, wenn auch mit dem niedrigsten Tempo seit fünf Monaten.

In Deutschland stieg der entsprechende Reuters-Einkaufsmanagerindex nach Angaben von NTC saisonbereinigt auf 47,3 von 44,3 Punkten im Januar. Grund für den nunmehr seit fast einem Jahr anhaltenden Rückgang in Deutschland sei nach wie vor die Wirtschaftsflaute auf den heimischen und den ausländischen Märkten. Das erste Produktionswachstum in Deutschland seit Mai 2001 - der Teil-Index stieg im Februar auf 50,8 von 46,7 Punkten - ging indes nicht mit einer Verbesserung bei der Beschäftigtensituation einher. Die Zahl der Beschäftigten sank im Februar den neunten Monat in Folge, wenngleich sich auch hier das Tempo verlangsamte.

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