Einkaufsmanagerindex gesunken
Konjunkturdaten bremsen US-Börsen aus

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch nach schwachen Konjunkturdaten leichter geschlossen. Ein vorsichtig optimistischer Ausblick des US-Notenbankchefs Alan Greenspan besänftigte Analysten zufolge zugleich die Märkte.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index 30 führender Standardwerte sank bis Handelsschluss um 0,27 % auf 8480 Punkte. Der breiter gefasste S&P-Index fiel um 0,1 % auf 916 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index sank um 0,48 % auf 1464 Punkte. Seit Monatsbeginn haben jedoch alle drei Indizes deutlich zugelegt. Der Dow erreichte mit einem Anstieg um 10.6 % die höchste monatliche Steigerung seit Oktober vergangenen Jahres.

Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago war im April überraschend zurückgegangen. Viele Analysten verwiesen jedoch auf den Irak-Krieg, der das produzierende Gewerbe im April noch verunsichert habe. In den kommenden Monaten erwarteten sie eine Verbesserung des Indexes. "Die niedrigeren Ölpreise beginnen erst jetzt, sich auszuwirken", sagte Michael Cosgrove von Econoclast.

Die Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan wurden von den Märkten Händlern zufolge als verhalten optimistisch bewertet. Greenspan sieht die amerikanische Wirtschaft nach dem Ende der Kriegshandlungen im Irak vor einer Erholung. Zugleich äußerte er sich vor einem Parlamentsausschuss aber besorgt über einige Risiken wie die anhaltende Investitionszurückhaltung der Unternehmen. Die Bedingungen für ein schnelleres Wachstum im zweiten Halbjahr seien vorhanden, sagte Greenspan.

An den Anleihen-Märkten trieben Greenspans Äußerungen über die Investitionszurückhaltung die Nachfrage an, da Investoren sie als einen Hinweis darauf werteten, dass die Notenbank erneut Signale für eine mögliche zinspolitische Lockerung geben könnte.

In den vergangenen Wochen hatten die Geschäftszahlen der Unternehmen für das abgelaufene Quartal weitgehend die Erwartungen erfüllt oder übertroffen und damit am Markt für Optimismus gesorgt. Die Investoren schauen Analysten zufolge nun mit besonderer Aufmerksamkeit darauf, ob die fundamentalen Wirtschaftsdaten diese Zuversicht rechtfertigen. "Wir sind in einer "Beweist-es-mir'-Phase", sagte Händler Andrew Baker von Wedbush Morgan.

Zu den am meisten gehandelten Aktien an der New Yorker Börse gehörten die Papiere von Tyco International. Deren Kurs gewann 1,5 % auf 15,60 Dollar, nachdem er zuvor im Minus gelegen hatte. Der Mischkonzern hatte nach Entdeckung neuer Bilanzprobleme eine Sonderbelastung von mehr als einer Milliarde Dollar für das zweite Geschäftsquartal angekündigt.

Die Titel des weltgrößten Reifenherstellers Goodyear Tire & Rubber gaben 3,87 % auf 5,72 Dollar nach. Das Unternehmen hatte zuvor für das erste Quartal einen höheren Verlust bekannt gegeben. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,65 Mrd. Aktien den Besitzer. 1958 Werte legten zu, 1309 gaben nach und 184 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,54 Mrd. Aktien 1770 im Plus, 1372 im Minus und acht unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 100-07/32. Sie rentierten mit 3,846 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 38/32 auf 109-09/32 und hatten eine Rendite von 4,767 %.

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