Einkaufstourismus
Einzelhandelsumsatz stieg im Osten stärker als im Westen

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes legten die Erlöse der Einzelhändler in den neuen Ländern von 1991 bis 1999 um 20 % zu, in der alten Bundesrepublik dagegen nur um 4 %.

dpa WIESBADEN. Der Einzelhandelsumsatz ist in den vergangenen neun Jahren im Osten Deutschlands viel stärker gestiegen als im Westen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, legten die Erlöse der Einzelhändler in den neuen Ländern von 1991 bis 1999 um 20 % zu, in der alten Bundesrepublik dagegen nur um vier Prozent.

Die letzte größere Umsatzerhöhung in den alten Bundesländern gab es nach Angaben der Statistiker von Juli 1990 bis Juni 1991 mit einer Steigerung von damals 13,6 %. Gründe dafür waren die Währungsumstellung im Osten Deutschlands auf die Deutsche DM, die Nachfrage nach "westlichen" Gütern und das fehlende Angebot solcher Waren in den Läden der neuen Bundesländer. Dies führte zu einem Einkaufstourismus in die westlichen Länder.

Von 1992 bis 1996 legten die Erlöse der Geschäfte in den neuen Länder deutlich stärker zu als im früheren Bundesgebiet. So erhöhte sich 1994 der Einzelhandelsumsatz im Osten Deutschlands um 8,2 %, während er im früheren Bundesgebiet um 0,4 % zurückging. 1999 fiel die Umsatzentwicklung in den neuen Ländern mit plus 0,3 % allerdings schlechter aus als im früheren Bundesgebiet mit plus 1,5 %.

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