Einlagensicherung von Land zu Land verschieden
Wie Online-Banken ihre Kunden absichern

Online-Banken sind in den vergangenen Monaten massiv unter Druck geraten. Was geschieht, wenn das Kreditinstitut zahlungsunfähig ist? Für diesen Fall gewähren alle Banken in Deutschland einen so genannten Einlagenschutz.

ddp-vwd BERLIN. Online-Banken sind in den vergangenen Monaten massiv unter Druck geraten. Nach der Pleite von Systracom hat sich zuletzt der finnische Discount-Broker eQ Online vom deutschen Markt verabschiedet. Was geschieht, wenn das Kreditinstitut zahlungsunfähig ist? Für diesen Fall gewähren alle Banken in Deutschland einen so genannten Einlagenschutz. Sowohl das private als auch das öffentliche Kreditgewerbe unterhalten Sicherungsfonds, denen der jeweilige Bankenverband angeschlossen ist. Diese Sicherungsfonds haften im Falle eines Falles für die Einlagen der Sparer.

Viele Privatbanken sind Mitglieder des Bundesverbandes deutscher Banken. Diese Einlagensicherung garantiert Einlagen - also Giroguthaben, Termin- und Spargelder - bis zu 30 % des haftenden Eigenkapitals der Bank. Hat eine Bank zum Beispiel eine Eigenkapitalsumme von 100 Mill.Euro, so sind die Einlagen von Privatanlegern und kleinen Unternehmen bis zu 30 Mill. Euro je Gläubiger geschützt. Eine Besonderheit gibt es bei den Volks- und Raiffeisenbanken sowie den Sparkassen.

Dort erstreckt sich die Sicherung des Kreditinstituts nicht allein auf die Einlagen, sondern das ganze Institut ist gegen eine Insolvenz abgesichert. Bei den Sparkassen müssen notfalls Gemeinden, Städte oder die Länder für das von Insolvenz bedrohte Institut gerade stehen und ihm Liquidität gewährleisten. Nach den jüngsten Verhandlungen mit der EU-Kommission müssen diese Haftungsverpflichtungen des Staates für die öffentlich-rechtlichen Landesbanken und Sparkassen jedoch bis 2005 geändert werden.

Aber auch ausländische Banken haben eine Einlagensicherung. Bei der Internet-Bank www.first-e.com, einer Tochtergesellschaft der französischen Banque d'Escompte, sind die Einlagen nach dem Einlagensicherungssystem der französischen Nationalbank bis zu einem Betrag von 70.000 Euro pro Gläubiger gesichert. Bei den holländischen Wettbewerbern UGBI Bank und Demir Bank-Halk gilt der Einlagenschutz nach dem niederländischen Einlagensicherungsfonds. Dort liegt die Sicherungsgrenze bei 20 000 Euro je Bankkunde.

Andere ausländische Banken sind mit ihrer deutschen Niederlassung dem Einlagensicherungsfonds des Deutschen Bankenverbandes beigetreten und somit wie deutsche Banken abgesichert. Zu diesen Instituten zählen die Santander Direkt Bank sowie die schwedische SEB Bank . Wer genau wissen will, wie hoch seine Einlagen gesichert sind, sollte sich persönlich bei der Bank erkundigen oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen nachlesen.

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