Einmal-Anlagen
Schätze im besten Alter

Rentner müssen den Gürtel nicht unbedingt enger schnallen, schließlich verfügen viele Bundesbürger ab der zweiten Lebenshälfte über höhere Summen. Und damit lässt sich dank neuer Produkte wie die Investmentrente oder optimierte Auszahlpläne ein komfortables Zusatzeinkommen erzielen.

DÜSSELDORF. Bei der gesetzlichen Rente ist nur eines sicher: Sie reicht nicht aus. Durchschnittlich 976 Euro im Monat erhält derzeit ein männlicher Rentner aus den alten Bundesländern. Dennoch rechnet jeder zweite Berufstätige derzeit nach einer Studie von Delta Lloyd mit monatlichen Nettoeinnahmen zwischen 1 000 und 2 000 Euro. Doch selbst Spitzenverdiener können sich mit der gesetzlichen Rente keine großen Sprünge erlauben: Maximal gibt es derzeit 2 056 Euro brutto im Monat - und zwar nur dann, wenn 45 Jahre lang der Höchstbeitrag eingezahlt wurde, was kaum einem Arbeitnehmer gelingt.

Dennoch müssen Rentner den Gürtel nicht enger schnallen. „Viele Bundesbürger verfügen zu Beginn des Ruhestandes über einen größeren Betrag, aus dem sie ein Zusatzeinkommen beziehen können“, sagt Tom Friess, Geschäftsführer des VZ Vermögenszentrums in München. Häufig stammt das Geld aus einer Lebensversicherung, manchmal aus dem Verkauf des eigenen Betriebes oder aus einem Erbe: Das durchschnittliche Alter bei einer Erbschaft liegt nach Angaben des Bundesfamilienministeriums bei 55 Jahren, die durchschnittliche Erbschaft bei 150 000 Euro.

Das Problem: Ist der Ruhestand um die 60 in Sicht und die persönliche Vermögensbilanz bestens, ist auch das Sicherheitsbedürfnis von Anlegern stark ausgeprägt und die Aversion gegen riskante, aber langfristig rentable Anlageformen wie Aktien groß. Zugleich hat ein Mann bei einem durchschnittlichen Renteneintrittsalter von 62 Jahren heute im Schnitt noch 29, eine Frau sogar 30 Lebensjahre vor sich. Zudem ist das für viele Ruheständler optimale Auszahlungsprofil asynchron: Die Einkünfte sollten gerade zu Beginn der Rentenzeit möglichst hoch sein: Reisen ist noch immer der meistgenannte Konsum- und Freizeitwunsch für den Ruhestand. Im hohen Alter genügt wiederum eine etwas niedrigere Garantierente, doch die soll unabhängig vom erreichten Alter sicher sein.

Die seit Jahrzehnten bekannten, klassischen Produkte zum Aufstocken der Rente greifen angesichts eines solchen Anforderungsprofils zu kurz. Darunter fallen die private Rentenversicherung und der Auszahlplan bei einer Bank oder einer Fondsgesellschaft.

Neu hinzu kommen relativ junge Angebote wie die Investmentrente oder optimierte Auszahlpläne. Denn die Finanzdienstleister haben erkannt, dass viele klassische Anlageformen an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden vorbeigehen.

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