Einmal im Jahr
Commerzbank und BSCH beraten ihre Partnerschaft

Vorstandsmitglieder der Commerzbank und der spanischen Bank BSCH werden in der nächsten Woche in Spanien wie einmal im Jahr üblich über den Stand ihrer Partnerschaft beraten.

Reuters FRANKFURT. Strategische Kooperationen in der Vermögensverwaltung stünden dabei nicht auf der Tagesordnung, sondern eine mögliche Ausweitung von Vertriebskooperationen, sagte Friedrich Schmitz, Direktor für Vermögensverwaltung (Asset Management) bei der Commerzbank, am Freitag. "Konkrete Punkte zu Kooperationen werden diskutiert, aber ich würde diese nicht als strategische Partnerschaft bezeichnen", sagte Schmitz.

Schmitz zufolge ist von strategischen Partnerschaften im Asset Management auch in der Zukunft nicht auszugehen, weil geographische und rechtliche Barrieren dem entgegenstünden. Die Commerzbank hält rund 2,2 % Anteil an der BSCH (Banco Santander Central Hispano), die wiederum fünf Prozent an der Frankfurter Großbank hält. Beide Banken hatten im vergangenen Jahr über eine engere Kooperation durch eine Verdoppelung des Anteils der BSCH an der Commerzbank verhandelt. Im Zuge einer Kapitalerhöhung sollte dabei die deutsche BSCH-Tochter CC-Bank als Sacheinlage eingebracht werden. Dieses Vorhaben war jedoch an unterschiedlichen Meinungen über die Bewertung der CC-Bank gescheitert.

Die Commerzbank und ihre italienischer Partner Generali wollen Schmitz zufolge nach wie vor eine US-Fondsgesellschaft übernehmen, um die Vertriebskanäle in den Vereinigten Staaten zu erweitern. Es gebe konkrete Gespräche mit mehreren US-Vermögensverwaltern, sagte Schmitz. Die neuen, im Baseler Akkord II festgelegten Eigenkapitalvorschriften für die Banken erschweren jedoch den Abschluss von Firmenkäufen.

Gemeinschaftsunternehmen gegründet

Schmitz verwies in diesem Zusammenhang auf die Änderungen, die sich aus der künftigen Bewertung des immateriellen Firmenwertes (Goodwill) ergeben. "Das hält uns zwar nicht völlig auf, aber das muss bedacht werden", sagte Schmitz. Die Commerzbank sei außerdem ebenso wie der Commerzbank-Großaktionär Generali mit ihren US-Plänen nicht unter Zeitdruck. Der Bankmanager wies Spekulationen zurück, die Commerzbank sei in Gesprächen mit der US-Fondsgesellschaft Liberty Financial. Der Versicherungskonzern Generali ist mit 9,9 % größter Commerzbank-Aktionär. Die Commerzbank ist ihrerseits mit 1,1 % an Generali beteiligt.

Das von Commerzbank und Generali geplante Gemeinschaftsunternehmen in der Sparte Private Equity im Volumen von einer Mrd. Euro wird Schmitz zufolge "in einigen Wochen" startklar sein. "Die Gespräche sind schon weit fortgeschritten, sie werden in einigen Wochen abgeschlossen sein", sagte Schmitz.

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