Einnahmen fließen in "Rententopf"
Bund will nicht auf Telekom-Dividende verzichten

Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte, dass die Dividendenzahlung an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation zur Zahlung von Renten und Pensionen fließe.

vwd BERLIN. Die Bundesregierung will nicht auf die Dividende der Deutschen Telekom AG, Bonn, für das abgelaufene Geschäftsjahr verzichten. Ein Sprecher des Bundesministeriums der Finanzen erklärte am Donnerstag in Berlin, dass die Dividendenzahlung an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation zur Zahlung von Renten und Pensionen fließe.

Die Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) hatte einen Verzicht des Bundes auf die Ausschüttung gefordert, um die Schuldenlast der Telekom zu verringern. "Dem Ansinnen der SdK treten wir entschieden entgegen. Die Bundesanstalt für Post braucht das Geld", so der Sprecher.

Nach Aussage des Vorstandsvorsitzendes der Deutschen Telekom, Ron Sommer, hat das Unternehmen genug Geld, um die Dividende zu bezahlen. Ob eine Dividende gezahlt werde, wollte Sommer nicht sagen. Falls es tatsächlich keine Dividende gebe, so der Ministeriumssprecher, sei dies ein Problem der Bundesanstalt nicht des Bundes. Eine Prognose wollte er nicht abgeben: "Wir äußern uns nicht zur Dividenpolitik von Unternehmen, an denen wir beteiligt sind".

Für das Geschäftsjahr 2000 bezahlte die Telekom 0,62 EUR pro Aktie. Der Bund hält 43 Prozent an der Deutschen Telekom.

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