Einnahmen übersteigen Schätzungen um ein Drittel
Ölpreis beschert Indonesiens Finanzminister goldene Zeiten

afp JAKARTA. Die Haushaltseinnahmen aus dem Öl-Geschäft würden im Zeitraum von April bis Dezember die bisherigen Schätzungen voraussichtlich um ein Drittel überschreiten, hieß es heute in Jakarta. Die Regierung des südostasiatischen Landes und OPEC-Mitglieds hatte im Budget für das laufende Jahr einen Öl-Preis von durchschnittlich 20 Dollar zu Grunde gelegt. Schon im ersten Halbjahr 2000 lag dieser aber im Schnitt bei 27,80 Dollar.

Einen Teil der Zusatz-Einnahmen müsse die Regierung in die Subventionierung der heimischen Treibstoffpreise stecken, um Unmut in der Bevölkerung zu vermeiden, sagte der Wirtschaftsexperte Umar Juworo. Indonesien werde "aber immer noch als Netto-Gewinner" aus der jüngsten Preisrunde hervorgehen. Die Regierung hatte bereits für den 1. April eine Erhöhung der Benzinpreise um zwölf Prozent vorgesehen, diese Pläne aber nach massiven Protesten zurückgezogen. Nun sollen die im internationalen Vergleich sehr günstigen Spritpreise zum 1. Oktober erhöht werden.

Indonesien förderte nach OPEC-Angaben zuletzt 1,32 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Damit hatte das Land einen Anteil an der Gesamtförderung des Öl-Kartells von gut fünf Prozent.

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