Einreisebeschränkung
Verstärkte Kontrollen an den Grenzen

Wegen der Fußball-Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich dürfen seit Montag die Grenzen zu Österreich wieder kontrolliert werden. Mit dieser befristeten Aussetzung des sogenannten Schengen-Abkommens will die Regierung in Wien sicherstellen, dass bekannte Hooligans und andere Gewalttäter ungehindert in die Alpenrepublik einreisen.

"Jeder, der nach Österreich kommt, muss damit rechnen, dass er an der Grenze kontrolliert wird", erklärte Innenminister Günther Platter: "Um Kriminalität, Illegalität und Brutalität schon im Vorfeld abzuhalten."

Wie es in Wien heißt, sollen die Kontrollen jedoch "der Lage angepasst" werden, um die Behinderungen des Verkehrs möglichst gering zu halten. Für die Kontrollen an den optisch nicht mehr erkennbaren Grenzen zu Italien und Deutschland setzt Österreich Spezialfahrzeuge ein. Die noch vorhandenen Grenzübergange zu den im Dezember 2007 beigetretenen Ländern Slowenien, Slowakei, Tschechien und Ungarn müssten dagegen lediglich wieder geöffnet werden.

Die Bestimmungen gelten bis zum 1. Juli im Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft, teilte das österreichische Bundesministerium für Inneres mit. Ziel der Grenzkontrollen sei es, die Einreise von gewaltbereiten Fans zu verhindern und der illegalen Migration entgegenzutreten. Die Schweiz hat ebenfalls verstärkte Kontrollen angekündigt.

Um einen geregelten Ablauf der Kontrollen zu gewährleisten, traten am Montag in Österreich im Rahmen der "Frontex Joint Operation Eurocup 2008" 140 "Gastpolizisten" ihren Dienst an. 45 von ihnen werden an den internationalen Flughäfen eingesetzt, 95 an den Grenzübergängen. Der Einsatz der ausländischen Beamten endet am 30. Juni 2008.

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