Einrichtung eines "Folter-Kellers" wird als Betriebsausgabe anerkannt
Bordelle zu Steuerehrlichkeit erziehen

Wie Steuerminister Svend Erik Hovmand in einer parlamentarischen Fragestunde im Kopenhagener Folketing erklärte, hätten die meisten der Freudenhäuser drei Jahre nach Legalisierung der Prostitution immer noch nicht die fällige Mehrwertsteuer für ihre Dienstleistungen in die Staatskasse abgeführt.

HB. KOPENHAGEN. In einem Bericht der Zeitung "Berlingske Tidende" hieß es am Mittwoch, dass genaue Zahlen für den Fachminister nicht zu ermitteln seien, weil Bordelle in der amtlichen Branchenstatistik nicht für sich, sondern nur unter "andere Dienstleistungen" zusammen mit Eheanbahnungsinstituten, Kontaktbüros, Ahnenforschungsagenturen, sowie Zonentherapeuten aufgeführt seien.

Regionale Stichproben hätten ergeben, dass in Ostjütland von 40 Bordellen nur fünf die Mehrwertsteuer über 25 % für ihre Einnahmen abgeführt hätten. Aus Kopenhagen wurde gemeldet, dass unter 250 bekannten Betrieben der Branche "einige ganz wenige" ihre steuerlichen Verpflichtungen erfüllen

.

Seit der Legalisierung der Prostitution können die ganz überwiegend in Kleinunternehmen Beschäftigten normal Einkommenssteuern zahlen und Leistungen der staatlichen Sozialversicherung in Anspruch nehmen. Ausrüstung für die Arbeit vom Kondom bis zur Einrichtung eines "Folter-Kellers" werden als Betriebsausgaben anerkannt. Prostituierte haben aber keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

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