Einrichtung eines Justizsystems geplant
UN wollen Wahl im Kosovo nicht übereilen

dpa NEW YORK. Der oberste Friedenshüter der Vereinten Nationen, Jean Marie Guehenno, warnt vor übertriebener Eile mit den Wahlen im Kosovo. Guehenno, UN-Unter-Generalsekretär für friedenserhaltende Maßnahmen, sagte dem Weltsicherheitsrat am Dienstag bei einer offenen Debatte, die Vorbereitungen für ein entsprechendes Rahmenwerk seien sehr komplex und erforderten deshalb Zeit. "Hastige Beschlüsse könnten die (Kosovo-)Mission auf einen Kurs bringen, von dem sie schwer wieder abzubringen ist", sagte er.

Zu den derzeitigen Prioritäten der UN-Mission UNMIK gehören laut Guehenno die Einrichtung eines Justizsystems im Kosovo, der Beginn eines regelmäßigen Dialogs mit Belgrad und die Lösung der Besitzfrage. Außerdem bemühten sich die Vereinten Nationen im Gespräch mit der jugoslawischen Regierung sowie den serbischen und albanischen Führern, die Rückkehr von Flüchtlingen ins Presovo-Tal im Süden Serbien voranzutreiben.

Die Situation dort sowie auch die jüngsten Unruhen in Mitrovica hätten UNMIK und die internationale KFOR-Schutztruppe erneut an ihre Verantwortung erinnert, für Ruhe und Stabilität im Kosovo zu sorgen. Guehenno äußerte die Besorgnis, dass solche Herausforderungen in der nächsten Zeit noch zunehmen könnten.

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