Einrichtung von Allfinanz-Zentren
AM-Versicherungsgruppe und Commerzbank bauen Zusammenarbeit aus

Die Aachener und Münchener Versicherungen (AM- Gruppe) und die Commerzbank wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Die AM-Gruppe werde in den nächsten drei Jahren an bis zu 500 Standorten der Commerzbank Allfinanz-Zentren einrichten, kündigte am Dienstag Hans Jäger, Vorstandsvorsitzender der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG, vor der Presse in Köln an.

dpa-afx KÖLN. Umgekehrt plane die Commerzbank an rund 250 AM-Standorten die Einrichtung von Banking-Zentren. Die AM-Gruppe bietet bereits seit der ersten Jahreshälfte 1999 Bankprodukte der Commerzbank an. Die Commerzbank nahm den Vertrieb von Versicherungsprodukten des AM-Verbundes erst im Februar 2000 auf.

Wie Jäger berichtete, hat die AM-Gruppe "zur Untermauerung dieser engeren Zusammenarbeit" ihre Beteiligung an der Commerzbank auf rund 8 % erhöht. Unter Einbeziehung der Anteile bei dem AM- Großaktionär Assicurazioni Generali in Triest ergebe sich eine Beteiligung von knapp 10 %. Eine wei tere Aufstockung sei nicht vorgesehen, sagte Jäger. Die Kooperationsvereinbarung zwischen der AM-Gruppe und der Commerzbank und ihren 3,6 Mill. Kunden sei auf zehn Jahre angelegt.

Die Aachener und Münchener Versicherungsgruppe unter Führung der AMB hat nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2000 ihre Marktposition in allen Geschäftsbereichen weiter ausgebaut. Durch die Eingliederung der in München ansässigen Generali Lloyd Versicherungen und ein hohes Wachstum stehe sie nun in der Lebens- und Kompositversicherung "auf Rang zwei der deutschen Erstversicherer". Um die Zugehörigkeit der AM-Gruppe zum Generali-Konzern zu verdeutlichen, soll der am 23. Mai stattfindenden Hauptversammlung eine Namensänderung vorgeschlagen werden: Künftig soll der Name "AMB Generali Holding AG" lauten.

AM-Gruppe erwartet günstige Geschäftsentwicklung in 2001

Die gebuchten Bruttobeiträge aus dem Versicherungsgeschäft der AM- Gruppe sind laut Jäger im Geschäftsjahr 2000 um 34,1 % auf 10,9 Mrd. ? gestiegen. Ohne die erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Generali Lloyd Gesellschaften habe die Steigerung noch immer 10,9 % (auf 9,0 Mrd. ?) betragen - gegenüber einem Beitragszuwachs des Marktes um lediglich 3,1 %. Der Konzern-Jahresüberschuss vor Bereinigung um Sondereffekte stieg um 21,1 % auf 350 Mill. ? (Vorjahr: 289 Mill. ?), nach Bereinigung der Sondereffekte um 11,2 % auf 308 Mill. ?. Die AM-Gruppe rechne auch für 2001 mit einer günstigen Geschäftsentwicklung, hieß es.

Jäger erwartet von der Übernahme der Dresdner Bank durch den Münchener Versicherungsriesen Allianz eine gewisse Marktbereinigung, aber auch eine Verschärfung des Konkurrenzkampfes. Er äußerte sich zuversichtlich, dass sich die AM-Gruppe in dieser neuen Lage "ganz gut bewegen" könne.

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