Einsatz im fünften Spiel möglich
Dallas ohne Nowitzki vor dem Aus

Die Dallas Mavericks konnten das Fehlen von Dirk Nowitzki nicht kompensieren und stehen vor dem Ende ihres Titeltraums. Ohne ihren deutschen Star, der wegen einer Bänderdehnung im linken Knie pausierte, mussten sie sich am Sonntag (Ortszeit) im vierten Playoff-Finalspiel der Western Conference den San Antonio Spurs mit 95:102 geschlagen geben.

HB/dpa DALLAS. Der texanische Rivale führt in der Serie "best of seven" mit 3:1 und kann seinen Einzug ins Endspiel der nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) am Dienstag in eigener Arena perfekt machen. Der Gewinner des Duells trifft auf die New Jersey Nets. Sie hatten die Detroit Pistons mit 4:0 ausgeschaltet.

"Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Es wird sehr, sehr schwer, die Partie noch zu drehen. Doch solange wir eine Chance haben, werden wir darum kämpfen, als ginge es um unser Leben", sagte Nowitzki, der die dritte Niederlage der Mavericks ebenso wie Center Shawn Bradley von der Spielerbank mitansehen musste. Sein Vereins- und Nationalmannschafts-Kollege wird wegen einer Verletzung des rechten Knies nicht mehr zum Einsatz kommen. Nowitzki indes ist guten Mutes, im fünften Spiel auflaufen zu können. Angesichts des drohenden Ausscheidens signalisierte Headcoach Don Nelson, dass Nowitzki "eine Chance hat zu spielen. Ich werde sehen, wie sich Dirk nach dem nächsten Training fühlt und dann entscheiden".

Nowitzki hatte nach einer zweitägigen Intensivbehandlung damit geliebäugelt, am Sonntag mitzuwirken. Dallas bester Korbjäger (25,3 Punkte pro Spiel) und Rebounder (11,5) machte sich auch warm. Doch Nelson, der nur neun Profis aufbieten konnte, scheute das Risiko. "Als Dirk in die USA kam, sagte mir sein Vater, dass ich Dirks Vater in Amerika bin. Als sein Vater in Amerika musste ich es ihm verbieten", sagte Nelson. "Er weiß es schließlich besser. Es war zwar alles extrem frustrierend, doch es hätte keinen Sinn gemacht. Ich bin nicht hundertprozentig fit. Es war schon klug, nicht zu spielen", befand Nowitzki, der drei Minuten vor Spielende noch auf den Ausgleich in der Serie hoffen konnte.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Mavericks nur mit 89:91 zurück, nachdem sie zur Halbzeit mit 52:47 und Mitte des dritten Viertels mit 64:55 geführt hatten. Doch Steve Nash, Michael Finley (beide je 25 Punkte) und Nick van Exel (22) ging die Puste aus, so dass der NBA-Champion von 1999 noch zum klaren Erfolg kam. Bester Spurs-Werfer waren Tony Parker mit ebenfalls 25 Zählern, Emanuel Ginobili sowie Tim Duncan (je 21), der mit 20 Rebounds wieder Dreh- und Angelpunkt in der Defensive war. "Obwohl Duncan von zwei oder drei Gegenspielern bewacht wurde, hat er erneut super gespielt und in den richtigen Momenten die Bälle reingemacht", sagte Nowitzki anerkennend.

"Dienstag wollen wir die Serie beenden", kündigte Duncan an. Der frühere NBA-Star Magic Johnson hat Dallas auch schon abgeschrieben. "Mit ihrer schwachen Defensive können sie nicht ernsthaft um das Championat spielen", sagte der Olympiasieger und NBA-Champion mit den Los Angeles Lakers. Zugleich lobpreiste er die Spurs: "Sie spielen am effektivsten. Sie spielen Basketball, wie Basketball zu spielen ist. Sie spielen als Team, wo einer die Schwächen des anderen kennt und ausgleicht."

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