Einschätzung der BfG-Bank:
"Zukäufe der Post sollen Börsengang fördern"

dpa-AFX FRANKFURT. Die Deutsche Post AG bereitet mit verschiedenen Zukäufen in Europa nach Auffassung der BfG-Bank derzeit ihren eigenen Börsengang vor. Wolfgang Kuhl, Händler des Kreditinstitutes, reagierte mit dieser Einschätzung am Donnerstag in Frankfurt auf die Aufstockung des 25%igen Anteils der Post an dem Logistikunternehmen DHL Worldwide Express. Wahrscheinlich sei dieser Schritt schon lange geplant gewesen. "Ich glaube nur der Zeitpunkt für den Kauf ist nach hinten verzögert worden", sagte der Händler weiter. Die Post verhält sich nach Ansicht des Händlers ähnlich wie die Telekom; diese habe ebenfalls Zukäufe vollzogen, um ihren Börsengang zu "pushen".

Die Akquisitionenen seien allerdings nicht nur für das Ansehen der Post in der Öffentlichkeit gut, sondern trügen auch zu einer verbessertern Ertragslage des Unternehmens bei. "Durch den Zukauf von Anteilen an anderen Unternehmen kann die Post weitere Marktsegmente erschließen", sagte Kuhl weiter. Deshalb seien wahrscheinlich noch weitere Akquisitionen insbesondere vor dem "going public" der Post geplant.

Auch ein anderer Analyst, der nicht genannt werden wollte, bewertete die Ankündigung als positiv für die Post. Der eigentliche Gewinner sei jedoch im Augenblick die Lufthansa, die ihren 25 %-Anteil an DHL nun möglicherweise zu einem guten Preis an die Post verkaufen könne.

Ein anderer Wertpapierexperte erläuterte dagegen, dass die aktuellen Ereignisse eher eine untergeordnete Rolle für den Börsengang der Post spielten. Die Hauptfrage sei im Moment, wie die in Kürze zu veröffentlichenden Halbjahreszahlen des Unternehmens aussehen werden.

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