Einschätzung des Bundesbankpräsidenten
Welteke: EZB muss rückläufigen Inflationstrend abwarten

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss nach Worten von Bundesbankpräsident Ernst Welteke noch einige Zeit beobachten, ob die Inflationsrate in der Euro-Zone dauerhaft zurückgeht.

Reuters FRANKFURT. "Wir müssen noch eine Weile abwarten, ob dieser Trend rückläufiger Preise wirklich durchgängig ist", sagte Welteke am Mittwoch im Hessischen Rundfunk auf die Frage nach einer Leitzinssenkung der EZB. Zum Wirtschaftswachstum in Deutschland sagte Welteke, es seien ungefähr 1,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr zu erwarten. "Ein Wachstum von 1,5 Prozent braucht man nicht gleich als Krisensymptom zu bezeichnen", fügte der Bundesbank-Chef hinzu.

Die EZB hat wegen des anhaltenden Preisauftriebs im ersten Halbjahr und der unsicheren Aussichten für die weitere Inflationsentwicklung in diesem Jahr erst einmal die Leitzinsen im Mai um 25 Basispunkte auf 4,50 Prozent im Schlüsselzins gesenkt. An den Finanzmärkten werden weitere Zinssenkungen angesichts der erlahmenden Konjunktur in der Euro-Zone für notwendig gehalten. Die Inflation scheint nun im Mai in Deutschland und der Euro-Zone ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Im Juni und Juli war die Teuerung in Deutschland langsamer gestiegen.

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