Einschnitte bei Personalkosten geplant
Brau und Brunnen will Immobilien verkaufen

Schon vor der Sitzung hatten sich die Spekulationen über einen Stellenabbau und den Verkauf von Immobilien zur Tilgung der 350 Mill. DM Schulden verdichtet.

Reuters DORTMUND. Der Getränkekonzern Brau und Brunnen AG (BuB) will einen Teil seines Immobilienbesitzes verkaufen und mit dem Erlös die Ertragslage verbessern. Alle nicht betriebsnotwendigen Immobilien sollten nach und nach veräußert werden, teilte BuB am Freitag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mit. Der Erlös soll auch zum Abbau der Verschuldung verwendet werden. BuB werde sich künftig auf seine Kerngeschäftsfelder Bier und alkoholfreie Getränke konzentrieren. Zur Sanierung des defizitären Bier- Geschäfts sollen Personalkosten "massiv" eingespart werden. Wie viele Stellen abgebaut werden sollen, wurde nicht gesagt.

Der Aufsichtsrat habe den Vorstand ermächtigt, sich nach Käufern für die Immobilien umzusehen, teilte BuB weiter mit. Der Wert der abzugebenden Immobilien wurde nicht beziffert. Die Immobilien sind bei BuB ein eigener Geschäftsbereich. Über die Sanierung des Bier-Geschäfts soll auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 2. November beraten werden. In der Branche war diese Beratung bereits für die Sitzung am Freitag erwartet worden. Auch hatte man Auskunft darüber erwartet, ob es Kaufinteressenten für den Konzern gibt. Nach der gescheiterten Fusion von BuB mit der Bayerischen BrauHolding Anfang September war spekuliert worden, BuB werde als Ganzes oder in Teilen von anderen Getränkekonzernen übernommen.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist der Bierabsatz den Angaben zufolge um 6,8 % auf 5,4 Mill. Hektoliter zurückgegangen. Als Grund nannte BuB das schlechte Sommerwetter in diesem Jahr. Auch bei den alkoholfreien Getränken sei der Absatz um fünf Prozent auf 4,56 Mill. Hektoliter geschrumpft. BuB hatte für das erste Halbjahr erneut einen Verlust von 18 Mill. DM ausgewiesen und für das Gesamtjahr rote Zahlen in Aussicht gestellt. Allein im Bier-Geschäft war ein Verlust von 27 Mill. DM aufgelaufen. Der Konzern ist nach eigenen Angaben mit 350 Mill. DM verschuldet.

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