"Einseitige Entscheidung"
Micrologica will gegen Deutsche Börse vorgehen

Die Micrologica AG, Bargteheide, will gegen eine Entscheidung der Deutsche Börse AG, Frankfurt, vorgehen. Der Entzug der Zulassung zum Handel am Neuen Markt sei ungerechtfertigt, sagte Rechtsanwalt Thorsten Bieg am Mittwoch.

vwd BARGTEHEIDE. Es sei eine einseitige Entscheidung der Börse. Die Börse hat das Unternehmen wegen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit Ablauf des 6. Dezember aus dem Neuen Markt ausgeschlossen.

Die Entscheidung des Landgerichtes Frankfurt im Fall MME Me, Myself & Eye Entertainment AG zeige, dass die Börse nicht alle Marktteilnehmer gleich behandele, obwohl sie sich darauf berufe, sagte Bieg. MME hatte per einstweiliger Verfügung die dauerhafte Aussetzung der Delisting-Regeln erwirkt, da das Unternehmen im Gegensatz zu anderen Teilnehmern des Neuen Marktes eine andere Fassung der Handelsbedingungen hat. Zwar sei es rechtlich gesehen schwer, hier etwas für Micrologica zu erreichen, allerdings werde man diesen Aspekt der Ungleichbehandlung schon anführen, sagte der Rechtsanwalt.

Micrologica selbst hatte beim Landgericht Frankfurt beantragt, dass die Delisting-Regeln der Deutschen Börse für sechs Monate nicht angewendet werden. Das Gericht gab diesem Antrag nicht statt. Das Oberlandesgericht Frankfurt befasse sich nun Anfang Dezember mit der eingelegten Berufung, sagte Bieg.

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