Einsparungen ab 2004
Medigene stellt US-Forschung ein

Das defizitäre Biotechunternehmen Medigene stellt aus Kostengründen seine Forschung in den USA ein. Ab 2004 rechne die Medigene AG dadurch mit Einsparungen von fünf Millionen Euro jährlich, sagte eine Firmensprecherin am Mittwoch. "Der Ausblick für das laufende Jahr wird davon nicht berührt", fügte sie hinzu.

Reuters MÜNCHEN. Medigene werde sich bis zum Jahresende von 30 Forschungsmitarbeitern in San Diego (Kalifornien) trennen, teilte das Unternehmen mit. Ihre Arbeit werde von Mitarbeitern am Hauptsitz Martinsried bei München übernommen, wo nach der jüngsten Einstellung eines gemeinsamen Entwicklungsprojektes mit Schering freie Kapazitäten vorhanden seien. Etwa zehn Beschäftigte sollten sich dann noch von San Diego aus um klinische Tests und die Zulassung von Wirkstoffen auf dem wichtigen Pharmamarkt USA kümmern.

Medigene hat wie andere Biotechunternehmen mit schwindenden Barmitteln bei gleichzeitig hohen Forschungsausgaben zu kämpfen. In diesem Jahr soll der Verlust auf 30 Mill. Euro sinken von 38,8 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Ob das für 2005 angestrebte Erreichen der Gewinnschwelle gelingt, hängt nach früheren Vorstandsangaben davon ab, ob Medigene Vermarktungspartner für seine beiden am weitesten entwickelten Wirkstoffe Leuprogel und Polyphenon findet.

Die im TecDax notierte Medigene-Aktie stieg am Mittwochmorgen um gut ein Prozent auf 3,70 Euro.

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