Einsparungen durch Neuordnung einzelner Geschäftsbereiche
Dresdner Bank streicht weitere 1300 Stellen

Wie die Dresdner Bank inzwischen bestätigte, werden in den nächsten zwei Jahren 1300 Mitarbeiter entlassen.

Reuters FRANKFURT. "Bis Ende 2003 sollen zusätzlich 1300 Arbeitsplätze abgebaut werden", hieß es am Montag aus Kreisen des Geldinstituts. Auf seiner Sitzung am Dienstag werde der Aufsichtsrat diesen Plänen wohl zustimmen, hieß es weiter. Ein Sprecher der Bank lehnte einen Kommentar zu den geplanten Stellenstreichungen zunächst ab.

Derzeit beschäftigt das mittlerweile zur Allianz gehörende Geldhaus weltweit gut 50 000 Mitarbeiter. Nach den bisherigen Plänen will die Bank bis Ende 2003 rund 5000 Arbeitsplätze abbauen und darüber hinaus im Investmentbanking 1500 Stellen streichen.

Auch andere Großbanken planen massiven Personalabbau

Die Tageszeitung "Die Welt" berichtet außerdem vorab aus ihrer Dienstagausgabe, dass auch die anderen Frankfurter Großbanken einen massiven Personalabbau planten. So erwäge die Commerzbank, rund zehn Prozent der konzernweit 39.000 Stellen zu streichen. Sofern sich die Situation an den Finanzmärkten nicht ändere, müsse die Bank in den kommenden vier Wochen solche Pläne öffentlich machen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Manager des Geldhauses. Bei der Commerzbank war am Montag niemand mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bei der Deutschen Bank stehen nach Informationen der Zeitung zwischen 12.000 und 15.000 der weltweit rund 97.000 Arbeitsplätze zur Disposition. Die Bank kommentierte den Bericht am Montagabend nicht.

Banken wollen durch Neuordnung sparen

Einsparungen im Personalbereich wollten die Banken vor allem mit einer Neuordnung einzelner Geschäftsbereiche erzielen. So würden die drei Häuser noch in diesem Monat den Zusammenschluss ihrer Hypothekentöchter bekannt geben, berichtet die Zeitung weiter. Die Banken hatten bereits vor einiger Zeit bekannt gegegen, in diesem Bereich miteinander zu sprechen.

Die Commerzbank-Tochter Rheinhyp und die Deutsche-Bank-Tochter Eurohypo sollen dem vernehmen nach auf die Deutsche Hyp der Dresdner Bank verschmolzen werden, da diese als einziges der drei Spezialinstitute über eine Vollbanklizenz verfügt. Als Vorstandschef sei der Rheinhypchef Karsten von Köller vorgesehen, den Aufsichtsratsvorsitz solle Heinz-Jörg Platzek von der Deutschen Hyp übernehmen. Ein Problem sei allerdings noch die Bewertungsfrage der drei Häuser.

Die Aktien der Deutschen Bank schlossen im Markttrend mit 2,81 Prozent bei 58,60 Euro, Commerzbank legten 1,32 Prozent zu auf 20,01 Euro. Allianz gingen mit einem Plus von 5,74 Prozent bei 228,50 aus dem Handel und Dresdner gaben 2,33 Prozent auf 37,70 Euro ab.

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