Einsparungen
Volkswagen etabliert B2B-Internet-Marktplatz

Eineinhalb Jahre nach dem Start der Vorbereitungen hat Volkswagen einen elektronischen Marktplatz etabliert, über den der Konzern sein gesamtes Beschaffungsvolumen im Gesamtwert von über 50 Milliarden Euro im Internet abgewickeln kann.

Reuters WOLFSBURG. Unter dem Portal "VW Group Supply.com" könnten Lieferanten im Internet Informationen über Beschaffung, Logistik und Qualitätsstandards aller acht Marken und drei Weltregionen der Volkswagen-Gruppe finden, teilte das für Konzernstrategie zuständige Vorstandsmitglied Jens Neumann am Dienstag in Wolfsburg mit. In diesem Jahr seien bereits 500 000 Transaktionen über diesen B2B-Marktplatz abgewickelt worden. Seit Sommer 2 000 seien mehr als 600 Verhandlungen mit über 4 000 Lieferanten online durchgeführt worden.

Durch die Vereinfachung der Abläufe bei der Beschaffung seien die Prozesszeiten um bis zu 95 Prozent gesenkt worden, teilte Neumann weiter mit. Die Einsparungen bei Prozess-, Logistik- und Materialkosten hätten die Investitionen bereits eingespielt. Langfristig plane Volkswagen, sämtliche Geschäftsprozesse lückenlos zu verknüpfen und über ein nach innen und außen vollständig integriertes "Volkswagen e-web" zu verfügen, sagte Neukmann. Die bisher erzielten Einsparungen bezifferte er zunächst nicht. Volkswagen will nach früheren Angaben seinen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr unter anderm mit Hilfe von Einsparungen auf ein neues Rekordniveau steigern. Der Gewinn des dritten Quartals war bereits wegen erzielter Einsparungen bei Beschaffung und Logistik stärker als von Analysten erwartet gesteigert worden.

Mit dem Internetmarktplatz folgt Volkswagen einer Entwicklung in der Automobilindustrie, bei der die Beschaffung zunehmend über Versteigerungen im Internet abgewickelt wird. Führend auf diesem Feld gilt der vor etwa einem Jahr von den Autoherstellern Ford, General Motors und Daimler-Chrysler unter dem Namen Covisint gegründete B2B-Marktplatz, dem sich inzwischen weitere große Autokonzerne angeschlossen haben. Volkswagen und BMW hatten sich damals dafür entschieden, eigene Wege in der Beschaffung über das Internet zu gehen.

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