Einsparungen von 140 Millionen Franken
Credit Suisse baut 300 Arbeitsplätze ab

Der in den roten Zahlen operierende Schweizer Finanzkonzern Credit Suisse Group baut in der Schweiz Doppelspurigkeiten zwischen den Konzernteilen Credit Suisse Financial Services (CSFS) und Credit Suisse First Boston (CSFB) ab.

Reuters ZÜRICH. Die Massnahme, die pro Jahr Einsparungen von 140 Millionen Franken ermöglichen soll, bringt bei CSFB einen Abbau von 300 Stellen bis Ende des kommenden Jahres. Geplant ist nach Angaben der Gesellschaft vom Donnerstagabend eine Zusammenlegung von Infrastrukturen in der Wertschriftenabwicklung und im Treasury der Konzernteile CSFS und CSFB. Der Abbau kommt zusätzlich zu der bereits angekündigten Streichung von 1750 Arbeitsplätzen.

Die in Zürich basierte CSFB-Plattform zur Abwicklung von Wertschriften- und Treasury-Transaktionen soll bis Mitte 2003 vollständig in CSFS integriert werden und CSFS werde die Transaktionen für ihre Private-Banking-, Retail- und Firmenkunden in eigener Regie abwickeln, hiess es weiter. Auch der Handel mit Franken-Obligationen und das Franken-Emissionsgeschäft gehe an CSFS über.

CSFB wiederum werde für ihre Schweizer Kunden - das sind institutionelle Anleger, multinationale Unternehmen und staatliche Körperschaften - in Zukunft ihre Londoner Abwicklungsplattform benutzen, hiess es weiter. Der Investmentbanking-Bereich und die Verkaufsorganisation für institutionelle Kunden der CSFB in der Schweiz bleiben bestehen und seien von diesen Änderungen nicht betroffen.

Die CS Group beschäftigt weltweit rund 80 000 Mitarbeiter. Im Bankgeschäft in der Schweiz sind es 21 700 Stellen. CSFB beschäftigte am Ende des dritten Quartals 24 961 Mitarbeiter; per 31. Dezember 2001 waren es noch mehr als 27 000 gewesen. Im dritten Quartal 2002 kam CSFB auf einen Verlust von 679 Millionen Franken. Im ganzen Konzern lag das Minus wegen der Verluste der Winterthur bei 2,1 Milliarden Franken.

Berichte über Pläne für eine Zusammenlegung von Diensten und einen Abbau von Stellen waren bereits am Mittwoch im Umkreis der Bank zu hören gewesen. Am Mittwochabend hatte die Bank zu einer entsprechenden Reuters-Anfrage aber nicht Stellung genommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%