Einstieg bei Innogy
Skepsis über mögliches RWE-Gebot

In einem Punkt waren sich der Versorger RWE und die britische Innogy Holdings einig: Beide gaben keinen Kommentar zur neuen Spekulation eines möglichen Einstiegs der Deutschen bei dem britischen Strom- und Gasversorger ab.

fs LONDON. Beobachter in London dagegen gingen am Dienstag dennoch mit einer "Wahrscheinlichkeit von 70 %" davon aus, dass RWE an einem Deal arbeitet. Vor einigen Wochen war das deutsche Unternehmen mit einem Angebot von 258 p je Aktie gescheitert. Das Angebot, das Innogy mit 2,8 Mrd. Pfund (ca. 4,5 Mrd. ) bewertet hätte, war von den Briten als zu niedrig ausgeschlagen worden.

Die Papiere von Innogy, das dem Vernehmen nach von der Deutschen Bank beraten wird, legten um mehr als 2,2 % auf 251 p zu. Obwohl die Aktie von RWE kaum reagierte, äußerten sich Analysten skeptisch über ein mögliches Angebot von RWE, die von der US-Investment-Bank Morgan Stanley beraten werden. Der Analyst einer europäischen Investment-Bank sagte, zwar sei Innogy mit einem Marktanteil von 16 % der zweitgrößte Strom- und Gaslieferant in Großbritannien. Rund die Hälfte des operativen Gewinns stamme aus dem weitgehend gesättigten Erzeugermarkt. Sollte RWE einen Aufschlag auf den von Analysten geschätzten fairen Preis von 210 p zahlen, wäre das "viel zu viel".

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