Einstieg bei "n-tv" genehmigt
RTL nimmt die erste Hürde

Die EU-Kommission hat den Einstieg der zum Bertelsmann-Konzern gehörenden RTL Group beim Nachrichtensender "n-tv" genehmigt.

Reuters BRÜSSEL. Es gebe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen den Erwerb des 47,3-prozentigen Anteils des Stuttgarter Holtzbrinck-Verlags an dem Nachrichtensender durch den TV-Konzern RTL, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. "n-tv" sei zu klein, um eine dominierende Stellung zu schaffen oder zu verstärken, erläuterte ein Sprecher. Der in Berlin ansässige Nachrichtensender hat einen Anteil von nur 0,7 Prozent am gesamten deutschen Fernsehmarkt. Im vergangenen Jahr hatte des Unternehmen einen Umsatz von 72 Millionen Euro und einen operativen Verlust von 15 Millionen Euro verbucht.

RTL bezahlt nach Angaben aus Branchenkreisen für den Anteil knapp 100 Millionen Euro und erweitert seine Senderfamilie in Deutschland damit um einen echten Nachrichtenkanal, wie ihn der Konkurrent ProSiebenSat.1 mit N24 bereits hat. Die in Brüssel gelistete RTL Group, die 23 TV-Stationen in verschiedenen Ländern Europas betreibt, wird mit dem Kauf nun zum zweitgrößten Anteilseigner nach AOL Time Warner, der über seine Töchter CNN und Time Warner gut 49 Prozent an "n-tv" hält. Dem Kauf zustimmen muss nun noch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). Eine Entscheidung wird noch in der ersten Novemberhälfte erwartet.

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