Einstieg in Vorleistungsflatrate früher als erwartet
Telekom bietet Großhandelsflatrate an

Das Surfen im Internet könnte schon im Dezember für Endkunden billiger werden. Einen Monat nach der Anordnung durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post kündigte die Deutsche Telekom am Donnerstag an, bereits ab dem 15. Dezember Onlinediensten einen Pauschaltarif für den Internetzugang anzubieten.

dpa BONN. Danach beträgt der monatliche Preis pro Anschluss 4 800 DM beziehungsweise 57 600 DM jährlich. Die Pauschale bezieht sich auf bestimmte Kapazitäten, die von den Onlinediensten gekauft und von diesen vermarktet werden.

Wie die Telekom berichtete, würden mit den Angeboten monatliche Festpreise für das Surfen im Internet möglich, die deutlich unter der vom Kartellamt geforderten Preisobergrenze liegen. Diese liegt bei 79 DM, dem derzeitigen Flatrate-Angebot der Telekom-Tochter T-Online. Konkurrenten der Telekom wie AOL hatten immer wieder Pauschaltarife von unter 50 DM gefordert. Jetzt könnten die Internetprovider maßgeschneiderte Endkundenangebote entwickeln, hieß es weiter.

Mit der Großhandelsflatrate setzt die Telekom sehr viel schneller eine entsprechende Aufforderung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post um. Der scheidende Präsident der Behörde, Klaus-Dieter Scheurle, hatte den Telefonkonzern vor wenigen Wochen aufgefordert, spätestens zum 1. Februar 2000 Onlinediensten einen Pauschaltarif anzubieten.



Entscheidung der Regulierungsbehörde sei falsch

Telekom

-Chef Ron Sommer erklärte erneut, dass mit dieser Entscheidung der Regulierungsbehörde die Weichen für das Internet falsch gestellt worden seien. "Die Zukunft des Internet ist breitbandig", betonte er. Mit T-DSL baue die Telekom die notwendige Infrastruktur auf, zu der jeder Internet-Service-Provider Zugang erhalten könne.

Mit dem Flatrate-Angebot seien für die Telekom erheblich finanzielle Risiken unter anderem durch die Bereitstellung der erforderlichen Netztechnologie verbunden. Um eine reibungslose Umsetzung der Kundenwünsche gewährleisten zu können, seien Planungsabsprachen mit dem jeweiligen Onlinedienste-Anbieter erforderlich.

Die Vorleistungs-Pauschale der Telekom ist ein kapazitätsbasierter Preis, wie sie auch in Großbritannien angewandt wird. Auf einen Anschluss (Multiplexer) entfallen 30 Kanäle. Das heißt, maximal könnten 30 Kunden gleichzeitig über diesen Anschluss rund um die Uhr 1,3 Mill. Minuten pro Monat surfen. In der Praxis liegt diese Zahl aber wesentlich höher, weil nicht alle Kunden gleichzeitig mit dem Internet verbunden sind.

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