Einstweilige Verfügung gegen Deutsche Bank
Deutsche Bank weist Vorwurf von Kirch zurück

In der Auseinandersetzung mit dem Medienunternehmer Leo Kirch über die Verwertung eines 40-prozentigen Anteils am Axel Springer Verlag hat die Deutsche Bank den Vorwurf der Behinderung zurückgewiesen.

REUTERS München. "Wir sehen keinerlei Behinderung bei der Verwertung des Pakets und halten den Antrag auf einstweilige Verfügung für substanzlos", sagte Rechtsanwalt Peter Heckel, der die Deutsche Bank im Rechtsstreit mit Kirch vor dem Münchener Landgericht vertritt, am Montag.

Der 75-jährige Kirch wirft nach Angaben aus seinem Umfeld der Deutschen Bank Behinderung bei seinen Bemühungen um einen Verkauf des Aktienpakets zur Schuldenbegleichung vor. Die Deutsche Bank habe gegen eine Vereinbarung der beiden Parteien verstoßen und möglichen Käufern wichtige Informationen vorenthalten, hieß es in den Kirch nahe stehenden Kreisen. Daher habe der Unternehmer einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Bank gestellt, die das Münchener Landgericht zur mündlichen Verhandlung zugelassen habe. Die beiden Parteien würden sich voraussichtlich am 10. September vor Gericht treffen. Eine Sprecherin des Münchener Landgerichts konnte den Termin allerdings noch nicht bestätigen.

Der 40-prozentige Springer-Anteil dient als Pfand für einen 720-Millionen-Euro Kredit der Deutschen Bank an die Kirch-Gruppe, die in wesentlichen Teilen Insolvenz angemeldet hat. Im Juni hatten sich Kirch und sein Geschäftspartner Dieter Hahn mit der Bank in einem gerichtlichen Vergleich darauf geeinigt, dass sie das Aktienpaket bis zum 30. August verkaufen können und mit den Erlösen den Kredit des Instituts zurückzahlen. Diese Frist ist nun bis zum Verhandlungstermin erweitert worden. Sollte Kirch keinen Käufer finden, fällt das Paket an die Deutsche Bank, die es nach früheren Plänen noch im Herbst an die Börse bringen will.

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