Einstweilige Verfügung
Kirch braucht für Verkauf Springers Zustimmung

Der Axel-Springer Verlag hat nach eigenen Angaben vor dem Landgericht München in einer einstweiligen Verfügung durchgesetzt, dass Kirch seinen 40-prozentigen Anteil an dem Verlag ohne dessen Zustimmung nicht verkaufen kann.

Reuters MÜNCHEN. "Damit ist Kirch verpflichtet, die Vinkulierung der Aktien zu respektieren", sagte eine Sprecherin des Axel Springer Verlages am Dienstag und bestätigte entsprechende Informationen aus Branchenkreisen. "Ohne die Zustimmung des Axel Springer-Aufsichtsrats ist damit ein Verkauf des Kirch-Pakets nicht möglich", fügte sie hinzu. Damit sei es Kirch auch untersagt, treuhänderisch für andere Unternehmen die Stimmrechte seiner Aktien wahrzunehmen. Ein Sprecher des Landgerichts München sagte: "Es ist ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Kirch Print Media und die Kirch Beteiligungsgesellschaft eingegangen." Ob dem Antrag auch stattgegeben wurde, ließ er am Mittag aber noch offen.Bei Kirch war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Kirch-Seite hatte in der Vergangenheit stets argumentiert, dass sich die Vinkulierung der Aktien umgehen lasse, indem nicht die Papiere an sich sondern die gesamte Gesellschaft, die das Aktienpaket hält, weiterverkauft werde. Springer zufolge hat sich das Gericht dieser Auffassung aber nicht angeschlossen.

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