"Einvernehmliche Entscheidung der Parteichefs Ende Januar"
Bosbach: Unionsfraktion eindeutig für Stoiber

In der Unionsfraktion im Bundestag ist nach Einschätzung ihres stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Bosbach eine breite Mehrheit der Abgeordneten für CSU-Chef Edmund Stoiber als Kanzlerkandidaten.

ap BERLIN. Dies sei aber kein Misstrauensvotum gegen die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, betonte Bosbach am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Entscheidung in der Kandidatenfrage liege nicht bei der Fraktion, sondern bei den Parteichefs. Eine Vorentscheidung bei der traditionellen CSU-Klausur in Kreuth erwarte er nicht. Es bleibe dabei, dass Merkel und Stoiber diese Frage Ende Januar besprächen und dann auch eine gemeinsame Entscheidung präsentierten, bekräftigte der CDU-Politiker. Für eine Kampfabstimmung sehe er keine Notwendigkeit. Sowohl Merkel als auch Stoiber wären "hervorragende Kanzler´", und es spreche für beide, dass sie sich offensiv zur Kandidatur bereit erklärten. Die Frage, mit wem die Union bei der Bundestagswahl im September die größten Siegeschancen habe, müssten zunächst einmal die beiden Parteivorsitzenden beantworten. Er zweifle nicht daran, dass sie eine kluge Entscheidung treffen und den Parteien einen einvernehmlichen Vorschlag unterbreiten würden. "Ich bin nicht der Auffassung, dass wir diesen Entscheidungsfindungsprozess aus der Mitte der Partei oder der Bundestagsfraktion mit Begleitmusik versehen sollten", mahnte Bosbach.

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