"Einvernehmliche Lösung"
China und Deutschland einig über Flüchtlinge

Das Flüchtlingsdrama in der deutschen Botschaft in Peking findet offenbar ein Ende. Noch ist aber unklar, was mit den 15 Nordkoreaner passieren wird.

dpa PEKING. China und Deutschland haben eine "Einigung über eine angemessene Lösung" des Flüchtlingsdramas um die 15 Nordkoreaner in der deutschen Botschaftschule in Peking erreicht. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Kong Quan, sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Peking, die Vereinbarung werde derzeit umgesetzt. Er nannte weder Einzelheiten noch einen Zeitrahmen. Nach seinen Angaben betrachtet China die Botschaftsschule "nicht als diplomatische Institution". "Es ist eine Schule", sagte Kong Quan.

Informierte Kreise bestätigten, dass beide Seiten ein grundsätzliches Einvernehmen erzielt haben, eine rasche und für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden. Der Fall werde wie frühere Botschaftsfluchten behandelt. China hat die Nordkoreaner dabei über Drittländer ausreisen lassen. Wie schnell die Ausreise der 15 Nordkoreaner in der deutschen Schule erfolgen kann, war unklar, doch wurde damit zwischen Freitag und Sonntag gerechnet.

Die acht Frauen und sieben Männer haben inzwischen eine zweite Nacht in den Umkleideräumen der Turnhalle der Schule verbracht, wo sie von der Botschaft versorgt werden. Sie waren am Dienstag über die Mauer auf das separat von dem eigentlichen Botschaftsgebäude liegende Botschaftsgelände geklettert, auf dem ein Diplomatenwohnhaus und die deutsche Botschaftsschule untergebracht sind.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%