Einwilligung fehlte: Kahn muss nicht mit sich spielen lassen

Einwilligung fehlte
Kahn muss nicht mit sich spielen lassen

Der Spielehersteller Electronic Arts darf das Computerspiel "Fifa 2002" nicht mehr verbreiten, weil es die Persönlichkeitsrechte des Nationaltorhüter verletzt, haben Richter in Hamburg bestätigt. Kahn war vor dem Verkaufsstart des spiels nicht nach seiner Einwilligung gefragt worden. Jetzt droht den Spieleherstellern eine Klagewelle.

HB HAMBURG. Das Oberlandesgericht Hamburg bestätigte damit am Dienstag ein Urteil der ersten Instanz aus dem April vergangenen Jahres. In dem Spiel wird Kahn als einer von zahlreichen internationalen Profis dargestellt, hat jedoch keine Lizenz für die Verwendung seines Namens und seines Bildes gegeben. "Auch Personen der Zeitgeschichte müssen sich keine kommerzielle Ausbeutung gefallen lassen", sagte Kahn-Anwalt Matthias Prinz.

Wenn das Urteil rechtskräftig wird, erwartet der Hamburger Medienanwalt eine Welle von Klagen prominenter Sportler gegen die Hersteller von Computerspielen. Es lägen ihm mehrere Anfragen vor, sagte Prinz. Dabei könne es auch um Schadenersatz im sechsstelligen Bereich gehen. Nach Einschätzung von Prinz setzte Electronic Arts mit dem rund 50 ? teuren Computerspiel weltweit rund 250 Mill. ? um.

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