Einwurf: Thon
Mehr war einfach nicht drin

Olaf Thon ist vom Vorrunden-Aus des DFB-Teams nicht überrascht. Rudi Völlers Rücktritt hält er dennoch für richtig und nachvollziehbar. Doch ganz auf „Tante Käthe" verzichten sollte der DFB auch in Zukunft nicht, meint der Weltmeister und entwirft ein neues Erfolgsmodell für die sportliche Führung der Nationalmannschaft.

Liebe Fußballfreunde,

nun ist doch eingetroffen, was wir uns alle nicht gewünscht haben: Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der EM in Portugal schon in der Vorrunde ausgeschieden.

Rudi Völler hat reagiert und ist zurückgetreten. Für mich ist dieser Schritt von Völler richtig und nachvollziehbar. Wer bereits im Vorfeld der EM genau hingehört und zwischen den Zeilen gelesen hat, kann nach dem enttäuschenden EM-Aus der Mannschaft von Rudis Schritt nicht überrascht sein. Er hatte bereits angedeutet, dass er im Falle eines Falles diesen Weg gehen wird. Das Positive, auch für das Ansehen seiner Person, ist, dass er freiwillig gegangen ist und nicht gehen musste. Völler bleibt so ein großer Sympathieträger des deutschen Fußballs. Er als Aushängeschild des DFB viel für die Mannschaft getan und sie nach dem blamablen Auftreten bei der Euro 2000 aus einem tiefen Loch geführt.

Mein Nachfolgekandidat ist nun ganz klar Ottmar Hitzfeld. Er ist unbestritten einer der besten Fußballtrainer der Welt, der über eine große Erfahrung verfügt und über Jahre auf konstant hohem Niveau seine überragenden Fähigkeiten bewiesen hat. Und er ist sofort zu haben.

Ich gehe aber noch einen Schritt weiter: Das ideale Modell wäre für mich, wenn Hitzfeld Bundestrainer und Rudi Völler Manager der Nationalmannschaft werden würde. Rudi könnte in diesem Job einsteigen, ohne dass er sich groß einarbeiten müsste, und damit Hitzfeld viel Arbeit abnehmen.

Wenn Hitzfeld kein Interesse an den Bundestrainer-Job haben sollte, wäre meine erste Alternative Otto Rehhagel. Seine Erfolge in Deutschland vor allem bei Werder Bremen sind legendär. Und was er in Griechenland geleistet hat, ist ebenfalls beeindruckend. Jetzt werden viele sagen: Otto ist ja schon 65 und viel zu alt. Dem halte ich entgegen, dass Rehhagel höchstens wie 55 aussieht. Abgesehen von Ottos eigener Leistung hat während der EM zudem mit dem Tschechen Karel Brückner ein weiterer "Oldie" den Beweis angetreten, dass man auch im fortgeschrittenen Alter als Fußball-Coach noch eine Menge bewegen kann. Sollte Rehhagel abwinken, dann könnte man auch über Christoph Daum nachdenken - aber nur nachdenken...

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