Einzelhändler im Glück
Schlussverkauf startet mit Sturm auf die Läden

Mit einem Sturm auf die Geschäfte hat am Montag der Sommerschlussverkauf (SSV) begonnen.

dpa HAMBURG/BERLIN. Mit Rabatten von bis zu 80 % lockte der Handel die Käufer in die Läden. Die erste Bilanz fiel angesichts der seit Jahresbeginn flauen Geschäfte geradezu euphorisch aus. Die Lust am günstigen Shoppen dämpften auch vereinzelte Streiks des Einzelhandelspersonals für mehr Geld in Rheinland-Pfalz und Hessen kaum. Und nach dem Willen der Bundesregierung sollen Deutschlands Verbraucher - außer im Schlussverkauf - noch viel öfter in den Genuss von Billigaktionen kommen. Wie berichtet, plant die Regierung ein Gesetz, um die strengen Auflagen für Sonderangebote zu lockern.

"Der Schlussverkauf liegt bei den Verbrauchern nach wie vor hoch im Kurs", sagte der Sprecher des Handelsverbands HDE, Hubertus Pellengahr. Die meisten Geschäftsleute zwischen München und Kiel erwarteten vom SSV ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bezweifeln die meisten Händler, ihre Verluste seit der Euro-Einführung in den kommenden zwei Wochen wettmachen zu können. "Es geht nur noch um Schadensbegrenzung", sagte die Sprecherin des Einzelhandelsverbands Niedersachsen, Karin Schindler-Abbes. "Außerdem hatten viele Geschäfte ihre Preise vorab schon gesenkt", sagte Jan Holzweißig vom Berliner Einzelhandelsverband.

Unterdessen begrüßten die Händler Pläne der rot-grünen Bundesregierung für eine deutliche Lockerung der Einschränkung von Rabattaktionen. "Der Vorstoß liegt auf der Linie dessen, was wir uns vorstellen", sagte HDE-Sprecher Pellengahr. Der traditionelle Schlussverkauf müsse aber erhalten bleiben. Er begrüßte auch, dass in der Gesetzesinitiative von Bundesjustizministerin Herta Däubler- Gmelin (SPD) zur Streichung des Paragrafen 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) der Wettbewerbsschutz der kleinen und mittleren Unternehmen erhalten bleiben soll. Die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg sprach sich gegen die Abschaffung sämtlicher Beschränkungen bei Sonderverkäufen aus.

Quelle: Handelsblatt

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