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Einzelhandel errichtet Frühwarnsystem gegen "Blütenflut"

Der Einzelhandel will sich und seine Kunden mit einem Frühwarnsystem im Internet vor der zunehmenden "Blütenflut" schützen. Im Vorfeld der Euro-Bargeld-Einführung habe das Bezahlen mit gefälschten D-Mark-Scheinen sprunghaft zugenommen, wie der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Dienstag in Berlin mitteilte.

ddp.vwd BERLIN. Ursache sei offensichtlich, dass die Geschäfte nur noch bis Ende Februar nächsten Jahres D-Mark annehmen.

Bei dem Frühwarnsystem melden die Händler jeden gefälschten Geldschein sofort an einen zentralen Rechner. Von dort werden alle Geschäfte in der Region fast zeitgleich per E-Mail gewarnt. Derzeit beteiligen sich laut HDE bereits etwa 2.000 Geschäfte an der Aktion.

"Wenn alle aufpassen und sich beteiligen, werden die Blütenträume der Gauner platzen", zeigte sich HDE-Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel überzeugt. Zusätzlich will der Einzelhandel seine Mitarbeiter durch Schulungen und technische Hilfsmittel dafür rüsten, Falschgeld schnell zu erkennen. Wenzel verwies auf Expertenschätzungen, wonach schon jetzt mehrere hundert Millionen Mark Falschgeld im Umlauf sind. Der größte Teil davon komme aus Osteuropa. Hochburgen seien Bulgarien und das ehemalige Jugoslawien, wo die D-Mark teilweise amtliches Zahlungsmittel sei. Häufigste Blüten seien 10- und 20-Mark-Scheine. Vorsicht sei aber auch bei 500- und 1.000-Mark-Banknoten geboten, warnte Wenzel.

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