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Einzelhandel setzt verstärkt aufs Internet

Der stationäre deutsche Einzelhandel rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzzuwachs von nominal und real knapp 2 % auf rund 735 Mrd DM. Den elektronischen Markt will man reinen Internetunternehmen "nicht kampflos überlassen".

vwd DÜSSELDORF. Auf der Herbstpressekonferenz des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels sagte Hauptgeschäftsführer Holger Wenzel am Mittwoch in Düsseldorf, für 2001 sei man "noch ein bisschen optimistischer". In der zweiten Hälfte dieses Jahres wird die Branche laut Konjunkturumfrage des HDE jedoch vermutlich die Vorgabe des "ordentlichen" ersten Halbjahres nicht ganz halten können. Dafür sei auch der Anstieg der Energiepreise verantwortlich, der das frei verfügbare Einkommen schmälere.

Das Internet hält zunehmend Einzug im Handel

Der traditionelle Handel baut zunehmend auf Vertrieb und Einkauf über das Internet. In zwei Jahren werde fast jeder Händler einen Zugang zum World Wide Web haben, sagte HDE-Präsident Hermann Franzen. Bereits mehr als ein Drittel der in der HDE-Konjunkturumfrage erfassten Betriebe nutze das Netz zur Warenbeschaffung. Ihr Anteil werde sich bald verdoppeln. Auch bei den Web-Angeboten für Verbraucher werde der stationäre Einzelhandel den reinen Internetunternehmen Paroli bieten und ihnen den elektronischen Markt "nicht kampflos überlassen".

In diesem Jahr wird der Umsatz im E-Commerce nach Franzens Worten allerdings mit rund 5 Mrd. DEM gerade einmal 0,5 % der gesamten Erlöse im Einzelhandel erreichen. Für 2010 bekräftigte der HDE-Präsident die Prognose, dass 5 bis 10 % des Umsatzes auf den Internet-Handel entfallen. Vor allem bei Waren wie Büchern, CDs und Software werde der Online-Einkauf neben dem stationären Handel zum Standard gehören.

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