Einzelhandel
Wal-Mart-Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen streiken für Tarifvertrag

Reuters DÜSSELDORF. Im Streit um die Anerkennung von Tarifverträgen durch den US-Einzelhändler Wal-Mart ist es in Nordrhein-Westfalen am Freitag zu Streiks gekommen. Rund 500 Beschäftigte in elf Wal-Mart-Supermärkten hätten am Freitag ihre Arbeit niedergelegt, teilte die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) in Düsseldorf mit. Betroffen seien unter anderem Filialen in Essen, Köln und Düsseldorf. Die Gewerkschaft habe Wal-Mart aufgefordert, einen Vertrag zur Anerkennung der Tarifleistungen im nordrhein-westfälischen Einzelhandel zu unterschreiben. Der Konzern habe zwar erklärt, die Tarifleistungen anzuwenden, eine Vertragsunterzeichnung bislang aber abgelehnt.

Im Tarifkonflikt für die rund 470 000 Beschäftigten des nordrhein-westfälischen Einzelhandels ist es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Streiks gekommen. Dabei wurden auch Wal-Mart-Filialen bestreikt. Die HBV fordert eine Anhebung der Löhne und Gehälter um vier Prozent und eine Einmalzahlung von 140 Mark. Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) verlangt fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeber kündigten zuletzt eine außertarifliche Einkommenserhöhung um jeweils zwei Prozent für 2000 und 2001 an. In Bayern, Hamburg und Hessen hatten sich die Tarifparteien auf eine Einkommensanhebung um 2,5 % und eine Zuzahlung zur Altersvorsorge von 20 Mark geeinigt.

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