Einzelhandelsbranche zufriedenstellend
Wall Street: Freundliche Stimmung nach dem Thanksgiving-Wochenende

Zum Wochenende tendieren die US-Märkte freundlich. Der vorbörsliche Nasdaq Indikator zeigt neun Zähler ins Plus, der breit gefächerte S&P 500 liegt mit leichten Gewinnen nahe dem Schlussstand von letzter Woche, die mit dem Feiertag Thanksgiving und einer verkürzten Session am Freitag eine kurze Handelswoche war. Der Dow Jones Index war in der vergangenen Woche um ein Prozent geklettert, die Nasdaq schloss unverändert.

Schlüsselsektor dürfte im Montagshandel - und für den Rest der Woche - die Einzelhandelsbranche sein. Unternehmen und Analysten revidieren das abgelaufene Thanksgiving-Wochenende, traditionell das wichtigste für den amerikanischen Einzelhandel und ein Indikator für das Weihnachtsgeschäft. Es lief in diesem Jahr nur zufriedenstellend. "Im besten Fall schneiden wir auf dem Niveau vom Vorjahr ab, Wachstum wird es keines geben", sagt Jeffrey Feiner, Analyst der Lehman Brothers. Zwar waren US-weit die Malls brechend voll, doch blieb das große Geschäft aus. Langen Schlangen vor den Geschäften standen keine Schlangen an den Kassen gegenüber. Die wenigen, die tatsächlich einkauften, profitierten von Super-Sonderangeboten der Händler, die auf die Gewinnmargen drückten.

Online lief das Geschäft offensichtlich besser als in den Malls. Der Internet-Multi Yahoo verkündet am Morgen Rekordverkäufe seiner Shopping-Dienste. Die Yahoo-Aktie legt vor Marktöffnung 2,7 Prozent zu. Auch beim Online-Buchhändler Amazon griffen die Kunden zu. Pro Stunde orderten User 12.000 Titel mehr als im vergangenen Jahr. Amazon gewinnt im vorbörslichen Handel 5,7 Prozent.

Überhaupt sind es Tech-Aktien, die am Morgen für Gesprächsstoff sorgen. Chiphersteller Intel legt bei großen Volumen gut ein Prozent zu. Das Unternehmen gibt bekannt, es habe ein neues Design für Transistoren entwickelt, das höhere Geschwindigkeiten bei der Datenverarbeitung ermögliche und zugleiche weniger Strom verbrauche als bisher. Aber auch eine Niederlage muss Intel am Morgen einstecken: Das Unternehmen hatte den taiwanesischen Konkurrenten Via Technologies beschuldigt, Intel-Patente verletzt zu haben. Ein Richter in San Jose hat die Klage abgewiesen.

Die Aktie von Lucent Technologies steht am frühen Morgen auf der Verliererseite. Die Analysten von Morgan Stanley sehen in dem Unternehmen nicht länger einen "Market Outperformer", sondern bewerten das Papier nur noch mit "neutral". Trotz einiger vielversprechender Produkte, die Lucent zuletzt vorgestellt hatte, meinen die Analysten, die Aktie habe ihr Kursziel von acht Dollar überschritten. Zuletzt hatte Lucent am Freitag mit 8,14 Dollar gehandelt.

Die Lehman Brothers rechnen damit, das Novellus die zuletzt negativen Erwartungen in einem Analystengespräch am Donnerstag bestätigen wird. Der Chip-Zulieferer hatte einen Gewinnrückgang um 30 Prozent angekündigt und erwartet einen Quartalsgewinn von elf Cents pro Aktie. Bei Lehman Brothers geht man davon aus, dass diese Ergebnisse erreicht werden, allein, die Aussichten für 2002 seien unsicher. Novellus verliert vorbörslich fast drei Prozent.

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