Einzelheiten wurde nicht bekannt: Neue Hoffnung für Friedensprozess in Nordirland

Einzelheiten wurde nicht bekannt
Neue Hoffnung für Friedensprozess in Nordirland

Die katholische Untergrundorganisation IRA hat ihre weitere Bereitschaft zur Mitarbeit am Friedensprozess in Nordirland erklärt. Eine entsprechende Stellungnahme ging den Regierungen in London und Dublin nach offiziellen Angaben am Sonntag zu. Darin geht es nach den Angaben unter anderem um die Zukunft der IRA sowie neue Schritte zur eigenen Entwaffnung. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Eine Reaktion der britischen und irischen Regierung wurde nicht vor Montag erwartet.

HB/dpa BELFAST/LONDON. Die Erklärung folgt auf die Ankündigung eines Friedensplans der Regierungen in London und Dublin, der jedoch vergangene Woche zunächst auf Eis gelegt wurde. Der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Amtskollege Bertie Ahern hatten sich nach einem Treffen enttäuscht darüber gezeigt, dass die Veröffentlichung der Vorschläge verschoben werden müsse. Es herrsche darüber noch keine Einigkeit bei den politischen Parteien Nordirlands. Anfang der vergangenen Woche hatte US-Präsident George W. Bush bei seinem Besuch in Belfast einen eindringlichen Friedensappell an die Nordirland- Parteien gerichtet.

Bei den Regierungsvorschlägen, die zum Durchbruch im festgefahrenen Friedensprozess führen sollen, geht es unter anderem um eine Reduzierung der britischen Truppenpräsenz in Nordirland und eine Polizeireform. Die in Nordirland führende Protestantenpartei UUP macht aber eine vorherige "vollständige"-Abrüstungserklärung der katholischen Untergrundorganisation IRA zur Bedingung für ihre Zustimmung.

Wenn der Durchbruch ausbleibt, können wesentliche Teile des vor fünf Jahren abgeschlossenen Oster-Friedensabkommens für Nordirland nicht umgesetzt werden. Die Provinz hat im Moment keine regionale Autonomie, nachdem London im vergangenen Oktober wieder die Direktherrschaft übernommen hatte. Eine weitere Verzögerung bei den Verhandlungen könnte die Durchführung der für den 29. Mai angesetzten Wahlen zum nordirischen Regionalparlament gefährden.

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