Einzelnen Fahrkarten-Ausgaben droht Schließung
Bahn verkauft immer mehr Tickets im Internet

Überraschend schnell hat sich das Internet bei der Deutschen Bahn als eigener Vertriebskanal für den Ticketverkauf etabliert. Obwohl das "Online-Ticket" erst zum 3. Mai dieses Jahres startete, erzielt die DB Reise & Touristik AG über den Internet-Verkauf bereits 2 % des Umsatzes im Personenfernverkehr, sagte ein Bahn-Sprecher auf Anfrage.

ek DÜSSELDORF. "Mittlerweile verkaufen wir täglich bis zu 2000 Tickets online, Tendenz steigend." Die hohe Nachfrage gleich von Beginn an hatte die Bahn so überrascht, dass der Internet-Zugang Anfang Mai kurzfristig zusammenbrach.

Auch die Ticket-Automaten mit Touch-Screen-Bildschirm setzen sich durch, über sie erzielte die Bahn bereits gut ein Sechstel des Ticket-Umsatzes, der im vergangenen Jahr knapp unter 11 Mrd. Euro lag. Der Erfolg der neuen Vertriebswege könne im Einzelfall dazu führen, dass unrentable Fahrkartenausgaben geschlossen würden, sagte der Sprecher. "Es gibt aber keinen Plan, eine bestimmte Anzahl von Verkaufsstellen dicht zu machen." Alle Fahrkarten-Ausgaben würden permanent auf ihre Rentabilität hin überprüft. Jedoch sei der Jahresumsatz dabei nur eine Größe. Genauso komme es auf den Standort, das örtliche Kundenpotenzial und alternative Verkaufsmöglichkeiten an.

Die Bahn verkauft ihre Tickets in eigener Regie in 750 Reisezentren in den Bahnhöfen. Daneben gibt es rund 3 800 Reisebüros mit DB-Lizenz. Zudem gebe es eine Reihe von freien Agenturen, meist kleine Einzelhandelsgeschäfte, die jedoch ausschließlich Nahverkehrs-Tickets für ihre Region verkaufen.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember will die Bahn ihr neues Preissystem einführen. Sie wird - ähnlich wie im Luftverkehr - neben einem Tarif für kurzfristig in den Zug steigende Vollzahler Rabatte für Frühbucher mit begrenzten Ticket-Kontingenten einführen. Für dieses System muss jeder Fahrkarten-Verkäufer stets online Zugriff zum Buchungssystem haben.

Quelle: Handelsblatt

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