Einzig die Aktien des Telekomunikationssektors können fast einheitlich zulegen
Nasdaq rutscht unter 1 500 Punkte

Nach einem behauptenten Handelsstart müssen die wichtigsten US-Aktienindizes deutliche Punktverluste hinnehmen. Der Dow Jones Index rutscht 2,65 Prozent in die Verlustzone und notiert zur Mittagsstunde auf 8667 Punkten. Kursverluste bei den Papieren des Chip-, Netwerk- und Biotechnologiesektors belasten vor allem den Nasdaq Index.

NEW YORK. Das technologielastige Börsenbarometer rutscht unter die psychologisch wichtige Marke von 1 500 Punkte und verliert 3,74 Prozent. Die Aktien von Sun Mircosystems, Siebel und Intel notieren auf 52 Wochentiefs. Einzig die Aktien des Telekomunikationssektors können fast einheitlich zulegen. AT&T; Nokia und Sprint notieren freundlich.

Zu den größten Verlierern gehören dagegen einen weiteren Tag in Folge die Aktien der Ölförderkonzerne. Auch Finanzwerte setzen ihre Talfahrt fort. Das Papier von American Express verliert einen weiteren Tag in Folge an Wert. Der Preis für Gold steigt dagegen. Die Anleger flüchten sich vornehmlich in defensive Werte. Philip Morris und Procter & Gamble legen an Wert zu.

Die Aktie von Mc Donalds verteuert sich ebenfalls, nachdem die weltgrößte Restaurantkette ankündigte, die Analystenerwartungen für das dritte Quartal zu übertreffen. Das Unternehmen, dessen Umsatzzahlen in den vergangenen Monaten der Maul- und Klauenseuche und dem starken US-Dollar gelitten hatte, rechnet nun mit einem Gewinn von 41 bis 42 Cents pro Aktie. Die Mehrheit der Experten hatten bisher mit einem Ergebnis von 40 Cents pro Papier gerechnet. Die Aktie von McDonalds legt 1,7 Prozent an Wert zu.

Der Titel von General Electric bekommt Unterstützung von Analystenseite. Nachdem das Papier in den vergangenen Tagen kräftig unter Abgabedruck geriet, hält Goldman Sachs die Aktie von General Electric zur Zeit für unterbewertet. Die Experten empfehlen, die Gelegenheit zum Aufbau von Aktienpositionen zu nutzen. Nach Ansicht der Experten wird das Unternehmen in diesem und im kommenden Geschäftsjahr ein Gewinnwachstum von zehn Prozent erreichen. Derzeit notiert das Papier mit 34 Dollar auf dem tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

Der Handel an New Yorks Aktienmärkten ist auch drei Tage nach der Katastrophe vom 11. September von Hoffnung und Unsicherheit dominiert. Wie stark werden die Terroranschläge tatsächlich der ohnehin schwachen US-Wirtschaft schaden? Die Experten steiten sich. Während einige Unternehmen wie Eastman Kodak und Red Hat ihre Prognosen für die künftigen Quartale bereits reduzierten, zeigt sich Mischkonzern Tyco zuversichtlich. Dass das mehr als je zuvor vereinte Amerika auch diesen Schlag verkraften wird, hoffen die meisten Markteilnehmer. Gerade in der bald beginnenden Ertragswarnungssaison hätten der Wall Street gute Nachrichten so nötig gebraucht. Aber auch zur Wochenmitte sind diese Mangelware.

Die Aktie von Boeing kann die Verluste bis zur Mittagszeit auf ein Minus von 0,12 Prozent begrenzen. Der Luftfahrtkonzern kündigte an, 30 000 seiner Mitarbeiter bis Ende nächsten Jahres zu entlassen. Nach den Attentaten vom 11. September geraten vor allem die Fluggesellschaften unter Druck. Boeing befürchtet, wegen des nun sinkenden Flugaufkommens weniger Aufträge von den Gesellschaften zu erhalten. Die Aktie von Boeing verlor in den vergangenen zwei Handelstagen fast ein Viertel ihrer Wertes.

Unter Abgabeduck gerät auch die Aktie von Eastman Kodak. Das Papier verliert über zehn Prozent an Wert. Der Photokonzern reduziert die Gewinnerwartungen für das dritte Quartal auf 65 Cents pro Aktie. Ursprünglich hatte Eastman einen Gewinn in der Spanne von 90 Cents bis 1;20 Dollar prognostiziert. Auch dieser Konzern beruft sich in seiner Begründung auf den Terroranschlag von 11. September. Die US-Wirtschaft sei ohnehin geschwächt gewesen. Nun werde die Genesung der Konjunktur um so länger dauern, erklärt Eastmans Management. Der Konzern kündigte zudem an, mehr Arbeitskräfte zu entlassen als bisher geplant.

Adobe enttäuscht am Morgen mit den Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Der Umsatz des Softwareherstellers blieb mit 292,1 Millionen Dollar hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Einnahmen sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent. Für das vierte Quartal verspricht das Management keine Besserung. Die Unternehmensleitung reduziert die Gewinnprognosen von 31 Cents pro Aktie auf 27 Cents pro Aktie. Vor allem die Schwäche in Japan mache dem Unternehmen zu schaffen, so das Management. Die Aktie büßt 16,6 Prozent an Wert ein.

Neben Adobe verfehlt auch Red Hat die Erwartungen der Analysten. Die Aktie schafft es zur Mittagsstunde ins Plus zu drehen. Das Unternehmen konnte für das zweite Quartal lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis ausweisen. Analysten hatten mit einem Gewinn je Aktie von einem Cent gerechnet. Zwar konnte Red Hat das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessern, doch ging der Umsatz im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 21,1 Millionen Dollar zurück.

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