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Einziges Land der Welt ohne Regierung hat wieder Präsidenten

Nach 13 Jahren ohne funktionierende Zentralregierung hat das ostafrikanische Bürgerkriegsland Somalia wieder einen Präsidenten. „Ich werde mein Bestes tun, Frieden und Stabilität nach Somalia zu bringen“, sagte Abdullahi Yusuf nach seiner Wahl am Sonntagabend.

dpa NAIROBI. Nach 13 Jahren ohne funktionierende Zentralregierung hat das ostafrikanische Bürgerkriegsland Somalia wieder einen Präsidenten. "Ich werde mein Bestes tun, Frieden und Stabilität nach Somalia zu bringen", sagte Abdullahi Yusuf nach seiner Wahl am Sonntagabend.

Der etwa 70-Jährige, der bislang Präsident der halbautonomen Region Puntland war, soll nun einen Ministerpräsidenten bestimmen, damit eine Regierung gebildet werden kann. Die Wahl fand unter scharfem Polizeischutz im Nachbarland Kenia statt, da die Situation in Somalia noch zu instabil ist.

Yusuf appellierte an die internationale Gemeinschaft, den Wiederaufbau Somalias zu unterstützen. Politische Beobachter halten es für unwahrscheinlich, dass er seine Macht im ganzen Land ausüben kann. Der neue Präsident will frühestens in zwei Monaten nach Somalia reisen, wo immer wieder Kämpfe zwischen konkurrierenden Milizen ausbrechen. Yusuf war Ende der 70er Jahre an einem Putschversuch gegen den damaligen Diktator Siad Barre beteiligt gewesen. Später baute er in Äthiopien seine eigene Miliz auf, um Barre zu bekämpfen. Seit Barres Sturz 1991 wird Somalia von rivalisierenden Clans beherrscht.

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