Eis-Chaos um Hannover
Im Norden weiß - im Süden grün

Pünktlich zu Heiligabend rieselt im Osten und Norden Deutschlands der Schnee. Im Süden dagegen erwarteten die Meteorologen eine "super-grüne Weihnacht".

HB/dpa HAMBURG. In Teilen Niedersachsens legte extreme Eisglätte am Dienstagmorgen den Nahverkehr lahm und löste viele Unfälle mit Blechschäden aus. Auf der spiegelglatten Autobahn A 2 ging streckenweise nichts mehr. Züge hatten wegen vereister Oberleitungen vor allem auf den Strecken Bremen-Osnabrück und Helmstedt-Magdeburg teilweise erhebliche Verspätungen.

In Hannover, Peine, Wilhelmshaven und Bremen blieben Busse und Straßenbahnen nach Angaben der Polizei im Depot oder unterbrachen wegen vereister Oberleitungen ihre Fahrt. In Hamburg verursachte ein unterirdischer Wasserrohrbruch starke Verkehrsbehinderungen, weil ein zentraler Tunnel voll Wasser lief.

Je nach Einsatzort in Deutschland muss sich der Weihnachtsmann zu Heiligabend durch Schnee, Regen, milde oder frostige Temperaturen kämpfen. In weiten Teilen Ostdeutschlands, Schleswig-Holsteins und in Hamburg beginne es im Lauf des Tages zu schneien, berichteten die Wetterdienste DWD und Meteomedia. Während in Görtlitz sieben Grad unter Null herrschten, war es in der Thüringer Rhön zwei Grad warm.

Für Wintersportler fallen die Weihnachtstage in weiten Teilen ins Wasser. Auf den Kammlagen des Erzgebirges lagen bis zu 20 Zentimeter Schnee, auf den Höhen des Thüringer Waldes 4 Zentimeter. In Bayern ließen milde Werte um acht Grad dagegen bis in 1 700 Meter Höhe den Schnee verschwinden. In den mittleren Lagen und den Tälern gibt es eine "super-grüne Weihnacht", sagte ein Meteorologe. Lediglich auf Deutschlands höchstem Berg, der fast 3 000 Meter hohen Zugspitze, liegen 170 Zentimeter.

Am Arber im bayerischen Wald wurde der Wintersportbetrieb eingestellt. Weiterer Regen bis in die oberen Lagen und am Alpenrand in den kommenden Tagen "wird für die Skifahrer der Todesstoß sein", sagte der Meteorologe.

Im Osten und Norden bleibt es über die Festtage voraussichtlich weiß, frostig-kalt und glatt. Zwischen Weser und Main dagegen fällt immer wieder einmal Regen. Es bleibt mild bei drei bis sieben Grad. Südlich des Mains bleibt es trocken.

Richtig kalt ist es derzeit im Nordosten Polens. Allenstein (Olsztyn) war am Dienstag mit minus 20,5 Grad Celsius die kälteste Stadt des Landes. Aber auch in anderen Teilen Masurens wurden Temperaturen von nahezu minus 20 Grad registriert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%