„Eis-Hexe“ als Verkehrs-Rowdy
Tonya Harding muss wieder ins Gefängnis

Die amerikanische Eiskunstläuferin Tonya Harding muss wieder ins Gefängnis. Das Bezirksgericht in Camas (US-Staat Washington) verurteilte die 31-Jährige am Donnerstag (Ortszeit) zu 30 Tagen hinter Gittern, weil sie unter dem Einfluss von Alkohol einen Verkehrsunfall verursacht hatte.

dpa/HB CAMAS. Harding war vor acht Jahren in die internationalen Schlagzeilen geraten. Damals hatte sie bei den nationalen Eiskunstlauf-Titelkämpfen mit Komplizen versucht, ihre ärgste Rivalin Nancy Kerrigan durch einen Schlag aufs Knie mit einer Eisenstange für die Olympischen Winterspiele in Lillehammer auszuschalten. Das brachte ihr eine Geldstrafe von 160 000 Dollar ein. Außerdem wurde sie vom amerikanischen Eiskunstlauf-Amateur-Verband zeitlebens gesperrt.

Die mit dem Spitznamen "Eis-Hexe" versehene Tonya muss allerdings nur zehn Tage der neuen Strafe absitzen. Der Rest wurde ihr erlassen, da sie sich zur Teilnahme an einem 12-stündigen Rehabilitations-Programm für in "Schwierigkeiten geratene junge Erwachsene" und zu einer Entziehungskur verpflichtet hat.

Der Unfall hatte sich im April ereignet, einen Monat vor Ablauf ihrer zweijährigen Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung. Harding war mit ihrem Auto ins Schleudern geraten und in einen Straßengraben gefahren. Beim Blutalkoholtest wurden 1,6 Promille gemessen. Damit lag sie über dem Doppelten des im Staat Washington erlaubten Limits.

Im Mai 2000 war Harding vom selben Gericht zu drei Tagen Gefängnis, über 800 Dollar Geldstrafe und zwei Jahren Bewährung verurteilt worden, nachdem sie ihren Freund im trunkenen Zustand mit einer Radkappe geschlagen hatte.

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